Eine Hose für zwei

„Fit4future“: Penzberger Grundschüler sporteln mit Geist und Körper

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Bei der Hosenstafette ging es in der Turnhalle ans Eingemachte.

Penzberg – Mit Avocadocreme auf Chiasamenbrot und ein paar Gurkensticks soll es nicht getan sein, denn nicht allein der Inhalt der Brotzeitbox verschafft dem Körper Kräfte, sondern vor allem reichlich Bewegung. Das zeigte sich jüngst in der Bürgermeister-Prandl-Grundschule.

An dem Ort, wo es normalerweise auf die geistige Fitness ankommt, spielte jetzt Bewegung eine entscheidende Rolle. Im Rahmen der „fit4future“-Kampagne kamen die Mädchen und Jungen der Bürgermeister-Prandl-Grundschule bei der Hosen-Stafette und beim Brainlauf aus der Puste. Doch nicht nur die Kondition wurde dabei beansprucht, sondern auch der Kopf.

In elastischen Sporthosen und atmungsaktiven T-Shirts sitzen die Zweit-, Dritt- und Viertklässler auf dem Boden der Aula, heben die Arme in die Luft, gehen in die Hocke, in den Stand und wieder in die Hocke. Sie alle folgen den Kommandos von Harald Schwimmer, der für „fit4future“ am Mikrophon steht und die Kinder aufwärmt. Acht Uhr morgens, motiviert und bestens gelaunt dürfte man für gewöhnlich kaum jemanden in einer Schule treffen, doch Harry, wie Schwimmer sich den Kindern vorstellt, ist es, und er versucht nun, seine Laune zu übertragen. Schließlich steht nicht allein der Sport, sondern auch der Spaß beim „fit4future“-Tag, einem Bewegungs- und Gehirntrainingstag, im Vordergrund. 

Die Muskeln aufgewärmt, geht es für die Kinder in Teams dann zu den verschiedenen Stationen. Gut aufpassen heißt es beim „Nemo-DVD-Quiz“, auf Rot, Blau, Grün und Glück setzen beim Farbenbingo. Den Kopf rauchen lassen die Suche nach einem Piratenschatz und der Merk­parcours. Und während es an diesen Stationen, aufgebaut in verschiedenen Klassenzimmern, ruhig zugeht, wird es in der Turnhalle richtig laut. Dort feuern sich die Teams mit Gebrüll untereinander an, schließlich will jede Mannschaft bei der Siegerehrung brillieren, und das ist eben nur mit einer guten Teamleistung möglich. Und so springen die Kinder wild auf und klatschen in die Hände, während jeweils ein Duo pro Team in eine Jogginghose schlüpft, ein Hosenbein pro Schüler, und ähnlich einem Dreibeinlauf möglichst schnell von A nach B gelangen muss. 

Ähnlich aufgeregt wie bei dieser Hosenstafette sind die Schüler auch beim Brainlauf, bei dem es gilt, sich einen Zahlencode einzuprägen und die Reihe dann in einem Feld aus nummerierten Hütchen abzulaufen. Einer spurtet und sucht, der Rest des Teams zittert mit, zeigt auf das betreffende Hütchen und kann sich kaum auf den Plätzen halten. 

Die Kinder zeigen großen Einsatz, nicht allein für den Sieg, sondern auch und vor allem für das Team. Damit setzen sie das um, was Harry Schwimmer ihnen eingangs ans Herz legte: „Man kann gewinnen, muss aber auch verlieren können“, so der Moderator, der im gleichen Zuge an die Grundschüler appellierte, das Team, nicht das Treppchen, im Auge zu haben. Eine Einstellung, welche die Kinder vor dem Start und vor dem lauten Gebrüll nickend zur Kenntnis nahmen oder wie Georg auch mit eigenen Worten teilten: „Ich finde es wichtig, dass jeder was macht und man zusammenarbeitet“, sprach der Junge mit sicherer Stimme in Schwimmers Mikrophon, ehe die Kinder ein letztes Mal ihre Tunnelzüge stramm zogen und ihre Schnürsenkel kontrollierten. 

Der „fit4future“-Tag, nicht allein ein Tag, an dem es um „Bewegen und Denken“ ging, wie Rektor Lars Schumann erklärt hatte, sondern auch darum, die Teamfähigkeit der Mädchen und Buben zu stärken. ra

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