Schafe am Wasserturm

Pumpwerk in Maxkron: Lachmuth darf Bäume fällen, aber nicht roden

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Dem Verfall preisgegeben: An den Gebäuden auf dem Pumpwerk-Areal darf Lachmuth nichts verändern, nicht einmal das Dach darf er schließen.

Penzberg – Ob die verfahrene Situation in Maxkron damit einigermaßen befriedet werden kann, muss abgewartet werden, zumindest aber ist nun klar geregelt, was der Landschaftsbauunternehmer Alexander Lachmuth auf dem Gelände des alten Pumpwerks tun darf und was nicht. 

Bei einem Gespräch im Rathaus haben sich Lachmuth sowie Vertreter von Landratsamt, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der Penzberger Stadtverwaltung und der Polizei auf eine gemeinsame Erklärung verständigt. 

Es könnte demnächst richtig idyllisch werden in Maxkron, denn Lachmuth will auf dem Gelände mit dem ehemaligen Wasserturm schon bald Schafe grasen lassen, um sich auf diese Weise das Mähen zu ersparen. Ein entsprechender Antrag wurde bereits genehmigt. Außerdem darf er dort Sträucher und kleine Bäume entnehmen und abtransportieren, wenn dies im Rahmen einer „sachgemäßen Waldbewirtschaftung“ geschieht. Dies dürfte den Anwohnern aber nicht schmecken, fürchten sie doch, dass damit der Verlagerung von Lachmuths Betrieb auf das Areal des Pumpwerks schleichend der Weg bereitet wird. Allerdings ist auch klar geregelt, was Lachmuth nicht darf. Dazu zählt etwa eine Rodung als Vorbereitung einer Baumaßnahme. Vor allem aber dürfte ihn das Verbot schmerzen, dass er an den Gebäuden auf dem Gelände keine Baumaßnahmen durchführen darf. Dazu zählt auch das Eindecken der verfallenden Dächer. Untersagt ist dem Unternehmer darüber hinaus das Abladen und Lagern von Baumaterialien oder Material, das zum Auffüllen und Abtragen des Geländes verwendet werden könnte. Am Baustopp, der erlassen wurde, nachdem Lachmuth Aufschüttungen und Abtragungen auf einer Fläche von 500 Quadratmetern durchgeführt hatte, ändert sich nichts. Dagegen hat Lachmuth umgehend geklagt, eine Entscheidung darüber liegt aber noch nicht vor. 

Von den Fachbehörden „zunächst toleriert“ wird der Bauzaun, den Lachmuth um das ganze Areal gezogen hat, und zwar so lange, bis alle auf dem Gelände befindlichen Schächte verfüllt sind und somit das Betreten gefahrlos erfolgen kann. Ganz ohne Einfriedung wird es aber in Zukunft nicht abgehen, denn sobald die Schafe in Maxkron grasen, darf Lachmuth einen Weidezaun errichten. la

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