Hannis Eismärchen lockt über 16.000 Menschen an

Wasser, marsch!

Mehr Wasser als Eis: Damit das Finale von Hannis Eismärchen überhaupt stattfinden konnte, mussten die vielen Helfer erstmal kräftig schieben.

Penzberg – Die Socken konnten da schon nass werden, nicht, weil die Fläche schmolz, sondern weil vom Himmel mehr Tropfen als Flocken fielen. Wie gut, dass der ein oder andere Kufen unter seinen Sohlen trug, so gab es beim Finale von Hannis Eismärchen keinen Grund, auf dem Eis kalte Füße zu bekommen.

Auch wenn das Finale von Schneeregen getrübt war, ins Wasser gefallen ist es nicht. Am Sonntag ließen sich zahlreiche Schlittschuhläufer den letzten Tag von Hannis Eismärchen nicht entgehen. Dass dies überhaupt möglich sein konnte, war nicht zuletzt dem Einsatz der vielen Helfer des Eismärchen-Teams um Alexander Bergel geschuldet: Unermüdlich wurde die Eisfläche freigeschaufelt, auch wenn der Kampf gegen die schweren, nassen Flocken vergeblich schien. 

Als Bürgermeisterin Elke Zehetner um 18 Uhr mit dem Helferteam auf die Eisfläche schritt, war im Scheinwerferlicht das ganze Ausmaß dieses fordernden letzten Tages zu sehen. Pfützen überall, und statt einer spiegelglatten Eisfläche gab es einen Parcours zwischen Haufen voller Schneematsch. Doch war dies während der zurückliegenden fünf Wochen die Ausnahme. So lässt es sich wohl auch erklären, dass Zehetners Fazit noch besser ausfiel als im vergangenen Jahr: Während in der Eismärchensaison 2017/18 insgesamt 13.260 Eisläufer gezählt wurden, waren es in der nun fünften Auflage des Spektakels auf dem Stadtplatz 16.106. Zehetner zufolge könnte dies an der vergrößerten Eisfläche gelegen haben. Diese große Resonanz jedenfalls zeige: „Penzberg ist eben etwas ganz Besonderes.“ 

Gut kam auch in diesem Jahr der Schlittschuhkurs mit Ex-Eishockey­profi Christian Curth an, der 14 Kindern zeigte, wie man sich auf den schmalen Kufen übers Eis bewegt. Den aufgerundeten Erlös dieser Aktion – 250 Euro – überreichte Curth an die AWO-Ortsvorsitzende Ute Frohwein-Sendl, die damit bedürftige Kinder und Familien unterstützen möchte. Auch der Verein „Penzberg hilft“ nutzte dieses Jahr die Eisfläche wieder für eine Benefizaktion: Am Samstag vor Heiligabend durften Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre gratis ihre Runden auf dem Eis ziehen. Am meisten hat sich Zehetner aber darüber gefreut, dass eine Penzbergerin bei ihr den Wunsch nach einer Saisonkarte vorgebracht habe, schließlich, so die Frau, sei ihr Kind jeden Tag auf dem Eis gestanden. Für das nächste Eismärchen, so erklärte Chef-Organisator Alex Bergel vom Bauhof, würden wieder einige Optimierungen vorgenommen. Auch der Wunsch nach einer noch größeren Laufbahn sei bei den Verantwortlichen angekommen, sagte Bergel und Zehetner schob nach: „Kleiner werden wir sicher nicht mehr.“ la

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