Weniger krumme Dinger

Penzberger Polizei legt Kriminalitäts- und Verkehrsstatistik für 2019 vor

Schöne Tendenz: Sehr zur Freude von Penzbergs Polizeichef Jan Pfeil ist die Zahl der Wohnungseinbrüche um fast die Hälfte zurückgegangen.

Penzberg – Entgegen der Entwicklung im Landkreis Weilheim-Schongau gab es in Penzberg im vergangenen Jahr weniger Straftaten. Wie Polizeichef Jan Pfeil nun mitteilte, kam es im Stadtgebiet zu 972 Delikten, was einem Rückgang um 3,6 Prozent entspricht. Auf Landkreisebene musste hingegen ein Anstieg um 4,8 Prozent verzeichnet werden.

Vergleicht man die Zahlen der Polizei mit jenen der vergangenen zehn Jahre, so ist der Wert von 2019 der drittniedrigste seit 2009, als sich die Beamten immerhin mit 1.138 Fällen zu beschäftigen hatten. Von den 972 Straftaten konnten 680 aufgeklärt werden, was einer Quote von 69,9 Prozent entspricht, hier war die Polizei nur einmal erfolgreicher: 2018 mit 71,1 Prozent. 

Bei den Straftaten lagen erneut die Rohheitsdelikte mit 233 Fällen an der Spitze, wobei die Anzahl der Körperverletzungen leicht auf 169 angestiegen ist. Keine Veränderung im Vergleich zu 2018 gab es beim einfachen Diebstahl (159 Fälle) und dem schweren Diebstahl (59). Für Pfeil erfreulich in diesem Zusammenhang: „Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging von elf auf sechs zurück.“ Rückläufig waren auch die Betrugsdelikte (von 117 auf 108), die Betäubungsmittelkriminalität (83 auf 71) und der Widerstand gegen die Staatsgewalt (60 auf 55). Von den Beamten der Penzberger Polizei wurden im vergangenen Jahr 581 Tatverdächtige ermittelt, von denen 420 männlich waren. Der Anteil der Ausländer lag dabei bei 35,6 Prozent. 

Beim Blick auf die Verkehrsstatistik der Penzberger Polizei setzt sich dieser positive Trend aber nicht fort. Im vergangenen Jahr wurden von den Beamten 912 Unfälle aufgenommen, das sind 80 mehr als im Vorjahr, was einer Zunahme von 9,8 Prozent entspricht. Zwar kam dabei ein Mensch ums Leben, allerdings wurden nur 144 verletzt (2018: 171), was einen Rückgang um 18,8 Prozent ausmacht. Insgesamt kam es zu 112 Verkehrsunfällen mit verletzten Personen, bei denen ein Gesamtschaden von knapp 1,49 Millionen Euro entstand. In der Gesamtzahl, so Pfeil, seien auch 542 Kleinunfälle enthalten, „bei denen lediglich geringe Verstöße festgestellt wurden“. Wie im Vorjahr war bei zehn Unfällen vorangegangener Alkoholkonsum die Unfallursache, hierbei wurden acht Personen verletzt. Die Zahl der Unfälle, bei denen die Geschwindigkeit verantwortlich war, ist leicht von 61 auf 63 Fälle gestiegen. Und: Im Jahr 2019 wurden 177 Fälle von Unfallflucht aufgenommen, von denen 76 geklärt werden konnten. la

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