Zehn Spaten für ein Halleluja

Birkenstraße-West: Nächster Schritt für größtes Wohnbauprojekt der Stadt

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Spatenstich im Baugebiet an der Birkenstraße: (v.l.) Johann Blank (Stadtkämmerer), Wolfgang Taffertshofer (Stellvertretender Landrat), Doris Schmid-Hammer (Leitende Baudirektorin Regierung Oberbayern), Stefan Korpan (Bürgermeister), Justus Klement (Stadtbaumeister), Borka Palackovic, Alfred Maier und Severin Bast (alle Bauleitung H2M-Architekten), Michael Wenzel (Firma Kreuzer) sowie Jochen Weber (Projektsteuerer).
  • Max Müller
    VonMax Müller
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Penzberg – Größtes und teuerstes Wohnbauprojekt in der Geschichte Penzbergs: Vertreter der Politik und des Baugewerbes kamen zum Spatenstich im Neubaugebiet.

Bezahlbarer Wohnraum ist für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit mehr. Egal ob Ballungsraum, Vorstadt oder ländlicher Raum: Mieten im Oberland steigen seit Jahren an und Wohnungen sind rar gesät.

Größte und teuerste Wohnbaumaßnahme in der Geschichte Penzbergs.

Stefan Korpan (Bürgermeister)

Doris Schmid-Hammer, leitende Baudirektorin der Regierung von Oberbayern, ist jedoch der Meinung, „dass die Stadt Penzberg wirklich etwas tut, um bezahlbaren Wohnraum für seine Bürger zu schaffen“, wie sie beim offiziellen Spatenstich sagt. Realisiert werden soll dies laut Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) durch die „größte und teuerste Wohnbaumaßnahme in der Geschichte Penzbergs“.

149 statt 171 Wohnungen

Bis Sommer 2024 sollen an der Birkenstraße-West 149 neue Wohnungen gebaut werden. Die Wohnungen verteilen sich auf insgesamt sieben Neubauten – fünf davon werden dreigeschossig gebaut, zwei werden vier Stockwerke haben (Rundschau berichtete). Ursprünglich sollten 171 Wohnungen in das Penzberger Neubaugebiet kommen, jedoch schwenkte der Stadtrat im Oktober 2020 mehrheitlich auf jetzt 149 um.

149 Wohnungen sollen bis Sommer 2024 im Gebiet Birkenstraße-West gebaut werden.

Die Baukosten für das Projekt betragen laut Stadtkämmerer Johann Blank knapp 54 Millionen Euro. Eben die höchste Summe, die jemals in ein Bauprojekt in Penzberg investiert wurde. Die Stadt trägt die Kosten jedoch nicht allein: Im September wurden Förderanträge zur Bezuschussung der Baumaßnahme vorbereitet. Inzwischen wurden die Zuwendungen auch bewilligt, teilt Regierungsvertreterin Schmid-Hammer beim Spatenstich an der Birkenstraße mit.

Zuschüsse von der Regierung

20,45 Millionen Euro kommen aus dem kommunalen Wohnbauförderprogramm der Bayerischen Regierung. Zudem könnte die Stadt laut Schmid-Hammer noch ein zinsloses Darlehen in Höhe von 33 Millionen Euro aufnehmen, um die restlichen Baukosten zu stemmen. „Der Vorteil in dieser Situation: Das Grundstück kann mit gefördert werden“, verrät Schmid-Hammer.

Projekt Birkenstraße-West:

2015: Start des Projekts

2016: Planentwurf

2017: Treffen mit der Regierung bezüglich der Fördermittel. Rohdung des Areals.

2019: Auswahl der Architekten.

2021: Spatenstich, Beginn der Bauarbeiten.

2024: Geplante Fertigstellung im Sommer.

Baukosten: 54 Millionen Euro

Fördergelder: 20,45 Millionen Euro

Gebäude: 7

Wohnungen: 149

Architekten: H2M, München

Die Penzberger Neubauten sind auch eines der größten Förderprojekte Oberbayerns. Mehr als zehn Prozent des Jahresbudgets des Zuschussprogramms fließen in die Stadt. Gelder daraus können beim kommunalen Förderprogramm nur noch bis 2025 beantragt werden. Was danach passiert ist laut Schmid-Hammer noch „völlig offen“.

Zentrale für Baustellenleitung

Auf dem gegenüberliegenden Grundstück wird ein Platz für Bau- und Bürocontainer vorbereitet.

Auf der gegenüberliegenden Seite, an der Straße „Wölfl“, ist während des Spatenstichs ein Bagger unterwegs. Eine planierte Fläche lässt erahnen, was hier entstehen soll und Rathaussprecher Thomas Sendl bestätigt es: „Hier kommen Bau- und Bürocontainer für die Baustellenleitung hin.“ Die Arbeiten am neuen städtischen Wohnquartier sollen von dort gesteuert werden. Was danach mit dem Grund passiert, kann Sendl nicht beantworten.

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