Anlage an Ahornstraße

Brunnen bleibt: Penzberger Bauausschuss lehnt Umzug an Bahnhofstraße ab

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Nicht in Betrieb: Das Penzberger Bauamt wollte die Kugel des Brunnens an der Ahornstraße nutzen.
  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
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Penzberg – Kein Brunnen-Umzug in Penzberg: Der Bauausschuss lehnt die „Ansiedlung“ des Ahornstraßen-Brunnens auf dem verwaisten Areal an der Bahnhofstraße ab.

Was hatten sich die Verantwortlichen im Rathaus damals im Jahr 2007 voller Stolz gefreut: Ein neues Wasserspiel plätscherte an der Bahnhofstraße, gegenüber dem Blauen Kiosk. Doch schon kurz nach der Fertigstellung versiegte das Wasser. Die Technik war schuld. Die Stadt tat sich schwer, eine Firma zu finden. Dann kam die städtische 100-Jahr-Feier 2019 dazwischen. Heuer im Frühjahr rückten endlich die Arbeiter an, bauten den Brunnen ab und pflasterten alles mit steinernen Restbeständen. Ein Ersatz sollte her, hieß es aus dem Bauamt.

Hier stand einst an Brunnen: Die defekte Anlage an der Bahnhofstraße wurde heuer von der Stadt abgebaut.

Keine „Spritzorgien“ möglich

Doch daraus wird nichts. Der Bauausschuss versagte der von der Verwaltung vorgelegten Alternative geschlossen die Zustimmung. Angedacht war nämlich vom Bauamt eine Ersatzlösung, deren Grundgerüst es praktischerweise bereits im Stadtbild gibt. Die Kugel des Brunnens an der Ahornstraße sollte nämlich für eine neue Konstruktion an der Bahnhofstraße genutzt werden. Dieser ist wegen seines hohen Wasserverbrauchs eh nicht im Betrieb, wie es in der Sitzung hieß. Angedacht war eine quadratische und minimalistische Wasserfläche aus Beton mit eben jener Kugel, wasserumspült, in der Mitte. Stadtbaumeister Justus Klement warb mit einer ungefährlichen Spielmöglichkeit für Kinder und der Unmöglichkeit, bei der Konstruktion Wasser zu verteilen– womöglich gar als „Spritzorgien“ auf parkende Autos oder Kioskgäste.

Bauamt macht neue Vorschläge

Eine Idee, mit der sich der Bauausschuss jedoch überhaupt nicht anfreunden konnte. Ludwig Schmuck (CSU) warnte vor generellen Problemen im Stadtgebiet mit Brunnen und sprach sich lediglich für eine Bepflanzung der Bahnhofstraßen-Fläche aus. John-Christian Eilert (Grüne) wünschte sich „keine Betonplatte, wo eine Kugel drin sitzt“ – und außerdem sei doch das Schöne an einem Wasserspiel, „dass man pritscheln kann“. Armin Jabs (BfP) brachte die Kosten für den Umzug ins Spiel und Hardi Lenk (SPD) wünschte sich neue Vorschläge vom Bauamt. Am Ende wurde es einstimmig: Der Brunnen an der Ahornstraße bleibt, das Bauamt präsentiert demnächst dem Ausschuss den Wasserverbrauch, um über dessen Zukunft zu beraten. Und an der Bahnhofstraße? Für den Standort macht die Verwaltung zwei Vorschläge samt Kosten: einen für eine Bepflanzung und einen für einen neuen Brunnen.

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