Alles wie gehabt

Thomas Gründl in dritte Legislaturperiode gewählt

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Handschlag mit dem Herausforderer: Mit fast 64 Prozent der Stimmen verteidigt Thomas Gründl seinen Sitz im Rathaus gegen Konrad Specker.

Bad Heilbrunn – Noch schnell ein Handschlag mit dem Sieger, dann war Herausforderer Konrad Specker (Freie Wähler) schon aus dem Rathaus entschwunden. Mit 36,55 Prozent der Stimmen unterlag er Amtsinhaber Thomas Gründl (CSU) erstaunlich klar und deutlich.

Die Würfel sind gefallen. Trotz eines engagierten Wahlkampfs wollte Freie-Wähler-Chef Konrad Specker der Einzug ins Rathaus wieder nicht gelingen. Die Christsozialen sitzen eben fest. Vor zwölf Jahren wurde Thomas Gründl mit rund 57 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt, jetzt waren es an die 64 Prozent, die für den CSU-Mann votierten, ein eindeutiger Vertrauensbeweis. Artig gratulierte Specker seinem Rivalen per Handschlag, ehe er einsilbig das Weite suchte. 

Unterm Strich hat den Freien Wählern auch die Wahlkampagne für mehr Transparenz im Gemeinderat und gegenüber den Bürgern, für ein zügigeres Vorwärtskommen bei der Gestaltung der Ortsmitte und eine stärkere Würdigung des Ehrenamts nicht geholfen. Und schon gar nicht die Hakelei mit der CSU, eine Sache, die Gründl nie verstanden hatte: „In der letzten Legislaturperiode hatten die Freien Wähler genauso viele Sitze im Gemeinderat wie die CSU.“ Wenn also etwa mangelnde Transparenz beklagt werde, hätten die Leute um Specker sehr wohl die Möglichkeit gehabt, daran etwa zu ändern, wollte er damit sagen. 

Gründl hofft, dass der Wahlkampf nunmehr beendet sei und man wieder konstruktiv an Sachthemen arbeiten könne. Wünschen würde er sich eine „gute, gerne auch kontroverse Gesprächskultur“, die das Bestmögliche für Heilbrunn wolle. Dennoch habe er sich die Sache mit der fehlenden Transparenz zu Herzen genommen und werde einen Arbeitskreis aus jeder Fraktion initiieren, der wiederum ein Team für die Öffentlichkeitsarbeit stelle. „Darüber hinaus werde ich selbstverständlich nicht nur die anderen Parteien, sondern auch uns als CSU an ihre Wahlversprechen binden“, erklärte der Sieger. 

Auch wenn sich Gründl um seine Wiederwahl keine großen Sorgen machen musste, zeigte sich der alte neue Rathauschef mehr als erleichtert: „Als Bürgermeister trifft man immer wieder Entscheidungen, von denen man weiß, dass man damit nicht jedem Bürger gibt oder geben kann, was er möchte“, gab Gründl zu bedenken. Insofern sei das Wahlergebnis eine Art Zeugnis. Ein Zeugnis, das er nun „dankbar“ entgegennehme. sg

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