Knappe Sache

Fritz Egold wird neuer Bürgermeister von Seeshaupt

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Hat sich in der Bürgermeisterwahl knapp durchgesetzt: Fritz Egold.

Seeshaupt – Es war der erwartet knappe Ausgang: Der parteifreie Fritz Egold, der für die SPD noch im Gemeinderat sitzt, für die CSU aber als Bürgermeisterkandidat angetreten ist, hat den Kampf ums Seeshaupter Rathaus knapp für sich entschieden.

Mit 51,8 : 48,2 Prozent der Stimmen setzte sich Fritz Egold am Sonntag gegen Bernd Habich von den Partei­freien Bürgern (PfB) durch. Egold tritt damit in die Fußstapfen seines Großvaters, der im Jahr 1906 für einige Monate die Geschicke der Gemeinde am See gelenkt hatte. 

In den fünf Auszählungslokalen kamen bei einer Wahlbeteiligung von 71 Prozent, was 1.871 Personen entspricht, sehr unterschiedliche Ergebnisse zustande. Bei den 1.203 Briefwählern etwa lag Egold mit über 53 Prozent in Front. Wäre es hingegen nach den Menschen in Jenhausen gegangen, würde der neue Bürgermeister jetzt Habich, der dort auf knapp 57 Prozent kam, heißen. Sogar in den einzelnen Wahllokalen in der Sporthalle unterschied sich das Ergebnis der beiden Kontrahenten: In Raum I stimmten 52 Prozent für Fritz Egold, eine Tür daneben, in Raum II, waren es 53 Prozent für Bernd Habich. 

Bei der sehr bescheidenen Wahlparty der CSU im Schützenstüberl, gleich neben der Sporthalle hatte Fritz Egold mit seinen Gefolgsleuten das Ergebnis abgewartet. Dass es die Seeshaupter mehrheitlich offenbar nicht interessiert hat, dass Egold noch auf dem Ticket der SPD im Gemeinderat sitzt und jetzt für die CSU ins Rathaus einzieht, zeigt, wie sehr die Kommunalwahl noch immer eine Persönlichkeitswahl ist. Dabei hatte der 54-Jährige erst seinen Hut in den Ring geworfen, als bekannt geworden war, dass nur die PfB einen Anwärter als Nachfolger für Bürgermeister Michael Bernwieser aufstellt. „Die Bürger sollen eine demokratische Wahl haben“, hatte Egold im Vorfeld erklärt. 

Am Wahlabend freute er sich natürlich darüber, dass er die Mehrheit errungen hat. Seinem Konkurrenten Bernd Habich sagte er bereits jetzt eine „gute Zusammenarbeit wie in den letzten Jahren im Gemeinderat“ zu. Dessen Liste, die PfB, darf sich trotz der Niederlage ihres Bürgermeisterkandidaten über fünf Sitze im neuen Gemeinderat freuen. Dahinter folgen gleichauf die CSU und die Grüne Alternative Liste Seeshaupt (GrAS) mit jeweils vier Mandaten. Die FDP ist im neuen Gemeinderat mit zwei Sitzen, die SPD mit einem vertreten. Interessant: Die beiden ehemaligen CSU-Gemeinderäte Max Amon und Petra Eberle schafften auch für ihre neue politische Heimat den Wiedereinzug ins Kommunalparlament: Amon für die PfB, Eberle für die GrAS. fw

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