Steinmeier kommt

Bundespräsident besucht Penzberg: Straßensperrungen und zwei Demos

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„Tut mir leid Penzberg, aber ich kann doch auch nichts dafür, dass ihr wegen mir solche Umstände habt“: Bundespräsident Franz-Walter Steinmeier kommt am Montag in die Stadt.

Penzberg – Am Montag wird Penzberg vorübergehend in einen Ausnahmezustand versetzt, wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für etwa vier Stunden erst die Moschee besucht und sich hinterher im Rathaus ins Goldene Buch einträgt. Flankiert wird der Besuch von zwei Demonstrationen: Der Münchner Ableger der islamfeindlichen Organisation Pegida hat sich angekündigt und wird an der Bichler Straße auf eine Gegendemonstration unter dem Motto „Penzberg ist bunt“ treffen.

Im Rathaus stehen derzeit alle unter Hochspannung, allein die protokollarische Abstimmung mit dem Bundespräsidialamt stellte sich in den vergangenen Tagen als großer Herausforderung dar. Der Bundespräsident wird dort gegen 12.15 Uhr erwartet, nachdem er bereits im 10 Uhr die Moschee und das Islamische Forum besucht. Aus diesem Grund wird die Bichler Straße an diesem Tag vom Rewe-Markt bis zur Abzweigung nach Edenhof komplett gesperrt. Der Verkehr wird großräumig über die B472 umgeleitet, dazu werden die Wegweiser an der B472 und im Stadtgebiet für diesen Tag abgeändert. Auch innerstädtisch wird es zu einigen Sperrungen kommen. So ist die Einfahrt in die Bichler Straße aus folgenden Straßen nicht möglich: Bürgermeister-Rummer-Straße, Stegfilzstraße, Oskar-von-Miller-Straße, Fraunhofer Straße, Parkplatz Kleingartensiedlung Stegfilz sowie Zufahrt ins Gewerbegebiet Bichler Straße.

Wenn Steinmeier vor der Moschee vorfährt, dann wird er schon von zwei Demonstrationen erwartet: An der Einmündung der Stegfilzstraße in die Bichler Straße wird die Pegida ihre Islamkritik möglichst lautstark unters Volk zu streuen versuchen, ein paar Meter weiter, in der Bürgermeister-Rummer-Straße versammelt sich das auf Initiative der Penzberger SPD kurzerhand gebildete Bündnis „Penzberg ist bunt!“. Es soll dies aber keine reine SPD-Veranstaltung sein, sondern ein Podium „für alle Parteien, Gruppierungen, Institutionen und Bürger, die sich gegen Rechts wehren“, wie Stefan König betont. Und: „Wir wollen alle gemeinsam ein deutliches Signal gegen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz setzen.“la

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