Grünes Licht für Campus

Bundestag gibt Millionen-Zuschuss für Fraunhofer-Institut in Penzberg frei

Bürgermeister Stefan Korpan Penzberg Alexander Dobrindt
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Das fließt an Geld nach Penzberg: Alexander Dobrindt (r.) erklärt Parteifreund und Bürgermeister Stefan Korpan die Lage.
  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
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Penzberg – 40 Millionen Euro: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Gelder für die Gründung des neuen Fraunhofer-Instituts in Penzberg bereitgestellt.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat in seiner Sitzung am Mittwoch vergangener Woche die Gelder für die Gründung des neuen Fraunhofer-Instituts „Immunologie, Infektions- und Pandemieforschung“ in Penzberg bereitgestellt. Dies gibt der Peißenberger CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Dobrindt bekannt.

Für Dobrindt, auch Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Bundestag, ist es „ein weiterer Meilenstein zum Aufbau des Wissenschaftscampus in Penzberg“. Mit der Finanzierungszusage durch den Ausschuss habe man „einen weiteren wichtigen Schritt“ getan, teilt der Bundespolitiker zufrieden mit. Mit dem Beschluss einher geht die Zusage des Freistaats Bayern, sich finanziell an dem Projekt zu beteiligen.

Fünfjährige Aufbauphase geplant

Wie berichtet, stellen Land und Bund viel Geld für die neue Fraunhofer-Einheit zur Verfügung. Bereits im September vergangenen Jahres hatte der bayerische Ministerrat beschlossen, die neue Fraunhofer-Einheit mit je fünf Millionen Euro in 2021 und 2022 zu fördern. Für die Jahre 2023 bis 2025 sind Verpflichtungsermächtigungen über 30 Millionen eingeplant. Und im November 2020 genehmigte der Haushaltsausschuss des Bundestags weitere 40 Millionen Euro für das Zentrum. Der CSU-Landesgruppenchef Dobrindt hatte dies eingefädelt.

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat sich als Kooperationspartner Roche Diagnostics sowie die Münchner Ludwig-Maximilians-Universität ins Boot geholt. Die Investitionen zur Umsetzung des Konzepts belaufen sich auf insgesamt 80 Millionen Euro für eine fünfjährige Aufbauphase – just die Summe, die von Bund und Freistaat bereitgestellt werden. Im Finanzplan für den Standort stehen 35 Millionen Euro für Investitionen und weitere 45 Millionen Euro für Betriebskosten. Diese Zahlen hatte zuletzt Fraunhofer-Präsident Prof. Reimund Neugebauer bei der offiziellen Projektpräsentation im Januar genannt.

Bis zu 50 Wissenschaftler

Bis zu 50 Wissenschaftler sollen laut Neugebauer danach im Forschungszentrum arbeiten. Geplant ist ein eigener Neubau im Nonnenwald, bis dahin will man bei Roche unterkommen. Heuer wollen bereits erste Arbeitsgruppen anfangen. Ziel ist die Gründung einer Fraunhofer-Einheit „mit der Perspektive zur Überführung in eine eigenständige Fraunhofer-Einrichtung“, teilte nun Dobrindt mit.

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