Gelächter hinter der Christkönig-Kirche: Kindergarten St. Franziskus ist umgezogen

Von Bienchen zu Blümchen

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Umzug mit dem Segen der Sternsinger: Der St. Franziskus-Kindergarten ist in den Neubau eingezogen, zur Freude von Architekt Peter Haberecht, Verwaltungsleiter Markus Crhak, der Mitarbeiterinnen Uschi Küschgen, Christine Eisendle, Gudrun Soller, Melanie Kammel und Sophie Strubisch sowie Pfarrer Bernhard Holz (von links).

Penzberg – Hier ein Umzugskarton, dort ein Umzugskarton, überall Umzugskartons: vergangene Woche waren die Regale und Schränke noch sehr leer, die Schachteln dagegen sehr voll, mit Bauklötzen und Brettspielen. Nun sind die Kartons verschwunden und es herrscht Leben hinter der Christkönig-Kirche.

Mit einem Globus in der Hand, einer Puppe im Arm oder einem Brettspiel im Gepäck betraten die Mädchen und Jungen des St. Franziskus Kindergartens die neuen Räumlichkeiten an der Sigmundstraße. Sie alle durften über die Weihnachtsferien die Patenschaft für ein Spielzeug aus der alten Einrichtung, dem Container-Komplex in Steigenberg, übernehmen, um es im Januar in das neue Haus mitzunehmen. Und dort haben die Froschkönige und Bienchen endlich wieder viel Platz zum Toben, Essen und Schlafen. 

Zwölf Krippen- und 25 Kindergartenkinder können von nun an auf fast 500 Quadratmetern im Erdgeschoß des neuen Gebäudes hinter der Christkönig-Kirche spielen. Und das Obergeschoß, das derzeit noch nicht fertig ist, wird ab September zwei weiteren Gruppen Platz bieten. Auch die Außenanlagen bedürfen noch ein wenig Fürsorge, sollen aber „bis Ostern fertig werden“, meint Markus Crhak, der Verwaltungsleiter der Pfarrei Christkönig. 

Fünf Jahre lang betreuten die Pflegerinnen und Erzieherinnen die Kleinen auf engem Raum, auf etwa 300 Quadratmetern, verteilt auf mehrere Container. Umso größer die Euphorie beim Umzug: „Ich freu‘ mich wahnsinnig“, strahlt Einrichtungsleiterin Christine Eisendle, als sie vergangene Woche die Pappkartons im Neubau ausräumte und Regale mit Bastelmaterial befüllte. 

Doch die Umgebung dürfte den Mädchen und Jungen erst einmal fremd vorkommen, alles ist neu, vieles ist anders: großzügige Gruppenräume, Wickelraum und Schlafbereich für die ganz Kleinen, ein zusätzliches Spielzimmer für die Größeren. Hinzu kommt ein Speiseraum inklusive Küchenzeile, an welcher die Kinder mithelfen können. An diesen Raum schließt sich eine Gastro-Küche an, in der ausgiebig gekocht werden kann. Die Räumlichkeiten sind dabei behindertengerecht gebaut, sogar ein Aufzug fährt zwischen den beiden Stockwerken. Bislang sei der Kindergarten nicht integrativ gewesen, weil das „im Container nicht möglich war“, so Eisendle über die beengten Verhältnisse, in welchen es schon mal laut sein konnte – ein Zustand, der einem „Kind mit Defiziten“ nicht zugemutet werden konnte, so die Einrichtungsleiterin. Anders sieht es nun in den neuen Räumen aus. 

Langsam wollen die Pflegerinnen und Erzieherinnen mit den Kleinen neu starten – daher auch die Spielzeug-Patenschaften: „Die Kinder müssen sich erst einmal eingewöhnen“, sagt Eisendle. Passend zum Umzug erhalten die Gruppen auch andere Namen, die zum Schirmherrn der Einrichtung, dem Hl. Franziskus, passen. Es wird schon „in Richtung Tiere“ gehen, meint Eisendle, doch sollen sie auch auf die verschiedenen Elemente wie Erde oder Luft Bezug nehmen. Die Bienchen könnten zum Beispiel schon bald zu Gänseblümchen werden, eine kleine Pflanze, „die Kraft hat“, schmunzelt Eisendle, die von nun an mit ihren Kolleginnen den zarten menschlichen Pflänzchen in einem neuen Beet beim Wachsen helfen wird. ra

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