Es hat sich ausgewandert

Wanderfreunde Bichl sagen bis Ende Juni alle Veranstaltungen ab

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Ausschnitt einer Corona-Startkarte für die einmalige Erwanderung eines Permanenten Wanderwegs (PW).

Bichl – Während der Corona-Pandemie sind Spaziergänge und Sport an der frischen Luft noch erlaubt, allein oder mit Menschen des eigenen Haushalts. Und obgleich das schöne Wetter nun auch zum Wandern lockt, appelliert Wolfgang Guski, Vorsitzender der Wanderfreunde Bichl, von Ausflügen abzusehen.  

Bereits Ende März klagte Wolfgang Guski auf der Homepage seines Vereins über „Zeitgenossen, die es immer noch nicht begriffen haben, um was es geht“. Menschen, die trotz Versammlungs- und Ausgangsbeschränkungen massenweise aufbrechen, um sich an schönen, ferngelegenen Fleckchen niederzulassen. „Muss das sein? Kann man nicht einfach zu Hause bleiben und in seiner näheren Umgebung an die frische Luft gehen?“, fragte Guski da und appellierte an seine Leser, auf Bergtouren zu verzichten, keine „Touri-Ziele“ anzusteuern sowie vernünftig zu sein und zu bleiben. Nicht nur um der eigenen Gesundheit willen, sondern auch für all die Menschen, die in dieser Zeit so gefragt sind wie schon lange nicht mehr: Ärzte, Pfleger, Wissenschaftler oder auch Sanitäter. 

Die Wanderfreunde selbst wandern schon länger nicht mehr. Und Guski geht mit gutem Beispiel voran, wenn er in einem Rundschreiben an die Wanderfreunde nun auch verkündet: „Aufgrund der aktuellen Lage sagen wir offiziell alle Veranstaltungen vorerst bis einschließlich 30. Juni ab“. Betroffen sind die geführten Tageswanderungen am 13. April an den Osterseen, am 1. Mai in Kochel, am 21. Mai rund um den Staffelsee, am 1. Juni in Tutzing sowie am 11. Juni in Penzberg. Und auch die Vereinsabende entfallen. Selbst der Permanente Wanderweg „ist nur mit einer Corona-Startkarte zu erwandern“, so Guski, der es als eine „Aufgabe als erster Vorsitzender“ betrachtet, sich zur aktuellen Situation zu äußern, zumal die Lage „leider in unserem schönen Oberbayern eskaliert“. Guski scheint zu wissen, wovon er spricht, denn der Vorsitzende sei mit entsprechenden Informationen versorgt und selbst „als Ehrenamtlicher und Helfer dabei“. ra

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