Anruf genügt

„Penzberg hilft“: Unterstützung inmitten der Krise

„Wir gehen Einkaufen oder Gasssi mit dem Hund“: André Anderl, Janina Kuehn und Stefan Fuchs (von links) von „Penzberg hilft“.

Penzberg – Man glaubt es kaum, aber in Zeiten wie diesen rücken die Menschen tatsächlich wieder stärker zusammen. In Zeiten, in denen selbst vermeintlich Banales zum Gegenstand eines Unterstützernetzwerks wie „Penzberg hilft“ wird.

Erst ein paar Tage ist es her, dass sich dort einer angesichts leergeräumter Supermarktregale händeringend auf dem Online-Portal von „Penzberg hilft“ meldete – auf der dringenden Suche nach Toilettenpapier. Eine sechsköpfige Familie hat ihm spontan zwei Rollen angeboten. „Diese Solidarität ist einfach überwältigend“, zeigt sich Stefan Fuchs, der Chef von „Penzberg hilft“ beeindruckt. Jetzt, nach der Ausrufung des Katastrophenfalls für Bayern, startet der Verein eine eigene Hilfsaktion. 

Da können die Minister und Ministerpräsidenten noch so oft beteuern, dass die Versorgung der Supermärkte trotz der Corona-Krise gesichert sei, die Hamsterkäufe vor allem an Hygieneartikeln und haltbaren Lebensmitteln dauern an. Dies bekommen inzwischen vor allem die Tafeln und mit ihnen die besonders bedürftigen Menschen zu spüren. Um dieser unseligen Entwicklung entgegen zu wirken, hat „Penzberg hilft“ nun eine Aktion gestartet, die unter anderem auf die Unterstützung der Inhaber eines Tafel-Ausweises abzielt. „Diese Menschen können sich an uns wenden und uns mitteilen, was sie an Grundnahrungsmitteln benötigen. Wer erledigen dann den Einkauf und stellen die Tüte vor die Haustür“, so Stefan Fuchs. Dies gilt auch für ältere und schwächere Menschen und umfasse nicht nur den Einkauf: „Wir gehen auch Gassi mit dem Hund oder machen Gänge zur Post“, so Fuchs. „Penzberg hilft“ habe bereits 50 Personen an der Hand, welche diese Arbeiten übernehmen. Finanziert werden sollen die Einkäufe über Spenden, weshalb der Verein bei der Sparkasse Oberland auch bereits ein Spendenkonto eingerichtet hat (IBAN DE85 7035 1030 0032 4323 12, Stichwort „Coronakrise“). Ferner appelliert Fuchs an die Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte sich bei „Penzberg hilft“ zu melden, wenn sie Waren übrig haben, die normalerweise der zwischenzeitlich ebenfalls geschlossenen Tafel gespendet werden würden. „Wir haben die personellen Kapazitäten, um auch dieses Problem zu lösen“, betont Fuchs.

Jeder der Hilfe benötigt (oder auch helfen will) kann sich unter Tel: 08856/8690552, per E-Mail an servus@penzberg-hilft.de oder via Facebook-Nachricht melden.     la

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