Keine Vorfahrt für Elterntaxis

Millionenprojekte: Penzberg schafft mehr Platz für Kindergärten und Krippen

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Schaffen zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder: die Architektinnen ­Ikraam Chaar (links) und Lisa Scharl.

Penzberg – An zwei Orten in der Stadt Penzberg hallt schon bald noch mehr Kinderlachen durch die Straßen. Während am Daserweg der städtische Kindergarten instand gesetzt und erweitert wird, wird an die Birkenstraße auf dem Pausenhof der Grundschule gleich ein ganzer Neubau nach oben gezogen.

Noch spielen die Kinder auf der Fläche Fangen, doch schon bald dürfte sie eine Wand ausbremsen. Auf dem Pausenhof der Grundschule an der Birkenstraße wird ein Kinderhaus gebaut. Trotz des Neubaus sei der Pausenhof dann aber noch mehr als groß genug, betont Lisa Scharl von Holzer Architekten in Wolfratshausen.Und Scharl ist nicht die einzige Holzer Architektin, die in Penzberg im kommenden Jahr ein Gebäude für Kinder in die Höhe ziehen lässt. 

Im Grunde genommen sieht der ganze Entwurf sehr harmonisch aus, mit dem neuen Kinderhaus an der Birkenstraße wird der Schulpausenhof dann nämlich rundum von Gebäuden eingerahmt, optisch schließt sich quasi der Kreis. Architektin Lisa Scharl blickt auf das dreidimensionale Modell und erklärt, dass, sobald der Bau stehe, im Untergeschoß Lagerräume Platz finden, im Parterre drei Krippengruppen und im Obergeschoß eine Krippengruppe sowie eine Kindergartengruppe tollen werden. Die Außenanlage werde nicht auf dem Pausenhof, sondern in Richtung Montessori-Schule ausgerichtet sein. Dann nimmt Scharl den Säubach ins Visier. Eine kleine Brücke soll, wie es bereits vor der Grundschule der Fall ist, den Weg zum Eingang des Hauses verkürzen. Und: Eltern können ihr Kind zwar bis vor die Tür bringen, aber nicht fahren, sie müssen auf dem Parkplatz der Schule halten, „wo die Busschleife durch weitere Stellplätze ersetzt wird“, so die Architektin. Wie viel Zeit das ganze Unterfangen in Anspruch nehmen wird, kann Stadtbaumeister Justus Klement nicht abschätzten, klar ist jedoch, dass die Container, in denen die Kinder derzeit toben, in spätestens eineinhalb Jahren verschwunden sein müssen, da an ihrer Stelle das Parkhaus für das Familienbad errichtet wird. 

Ebenfalls einen Hof schließen möchte auch Scharls Kollegin Ikraam Chaar, die sich der Sanierung und Erweiterung des 32 Jahre alten städtischen Kindergartens am Daserweg annimmt. Ehe es dort an die Sanierung des Bestands geht, werde der atrium­ähnliche Gebäudekomplex durch einen Anbau ergänzt, welcher im Untergeschoß Lagerräume biete, im Erdgeschoß einer Krippengruppe Raum verschaffe und im Obergeschoß Verwaltungs- und Personalräume beherberge, so Chaar. Platz, der dringend vonnöten ist, denn derzeit betreut die Einrichtung fünf Kindergruppen, doch der Bau bietet eigentlich nur für vier Platz, sodass die Krippengruppe derzeit nur eine Übergangsformation ist. „Jetzt können wir dem pädagogischen Anspruch gerecht werden“, freut sich Einrichtungsleiterin Dagmar Köhler auf den Anbau. Drei Jahre werde das Ganze vermutlich dauern, die Kinder müssen dabei aber nicht „ausquartiert werden“, betont Chaar. 

Der Neubau an der Birkenstraße sei ein Millionenprojekt, meint Scharl ohne eine Summe zu nennen. Wie viel die Erweiterung und die Instandsetzung des Kindergartens am Daserweg kosten wird, kann auch Klement noch nicht sicher sagen, er nennt nur einen „wagen Kostenrahmen“ von drei Millionen Euro. ra

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