Am Ende abgehängt

Deutsche Meisterschaft: Nick Jäger landet über 3.000 m Hindernis auf Rang fünf

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Die Hürden waren nicht das Problem: Auf drei Kilometern sprang Nick Jäger fehlerlos über die Hindernisse, nur das Tempo machte ihm am Ende zu schaffen, dennoch lief er eine neue persönliche Bestzeit.

Penzberg – Ständig wurde das Tempo erhöht, doch Nick Jäger zog mit dem Spitzentrupp mit. Wenige hundert Meter vor dem Ziel fiel der Läufer des TSV Penzberg dann zurück. Aber: Bei den deutschen U23-Meisterschaften in Wetzlar lief der 19-Jährige über 3.000 m Hindernis seine persönliche Bestzeit.

Respekt zollte Nick Jäger den vier Läufern, die vor ihm die Ziellinie überquert hatten, indem er sie am Ende mit einem Lächeln abklatschte. Fast fünf Runden lang war der 19-Jährige Bestandteil der fünfköpfigen Spitzengruppe gewesen, die sich nach 1.000 Metern gebildet hatte. 

Zunächst hatte Hannes Burger noch für das Tempo gesorgt. Dem Läufer des LC Buchendorf gelang es anfangs, sich vom Rest des Feldes abzusetzen. Doch nach einem Kilometer löste ihn dann Len­nart Mesecke von der LG Nord Berlin an der Spitze ab. Mit einem konstant hohem Tempo versuchte dieser nun das Feld zu sprengen. Dies gelang ihm auch, zumindest in Teilen, denn die Gruppe verkleinerte sich rasch auf fünf Läufer. Das Ende der Gruppe bildete Nick Jäger. „Ich hatte nichts zu verlieren, deshalb bin ich mitgelaufen“, berichtete Jäger hinterher. 

So lange als möglich heftete sich der 19-Jährige an das vor ihm laufende Quartett, und Mesecke erhöhte gnadenlos das Tempo. Bis 600 Meter vor dem Ziel konnte Jäger auch noch mithalten, dann wurde das Tempo noch einmal erhöht, nicht von Mesecke, sondern von Frederik Ruppert. Der Läufer vom SC Myhl kämpfte sich aus dem Windschatten von Mesecke heraus und lief Schulter an Schulter mit dem bislang Führenden. Nun war das Tempo so hoch, dass Jäger und Jannik Seelhöfer vom SC Melle 03 abrissen. Doch Jäger ließ sich nicht von seinem Bestzeit-Kurs abbringen. Mit 8:52,97 Minuten erreichte er acht Sekunden nach Ruppert, der das Rennen für sich entschied, das Ziel und war damit nur fünf Sekunden über der EM-Norm. Silber ging an Mesecke mit einer Zeit von 8:47,46 Minuten, Bronze an den 17 Sekunden später einlaufenden Robert Baumann. 

Knapp zwei Stunden danach wurde Jäger dann ein weiteres Mal Fünfter, gemeinsam mit seinem Bruder Tom und Marvin Bertram in der 3x1.000 m-Staffel. In einer Zeit von 7:40,94 Minuten verpasste das Trio nur um vier Sekunden das Podest. Bei den bayerischen Meisterschaften kam die Penz­berger Staffel noch in 7:33 Minuten ins Ziel, damals mit Lucas Herbeck, der dieses Mal aber verletzungsbedingt aussetzen musste und für den Bertram einsprang. ra

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