Gemütlich vor dem Rechner

Beachtliche Resonanz: KSH Benediktbeuern führt ihre Infotage erstmals digital durch

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Vom Küchentisch in die Hochschule: Die ersten Digitalen Infotage der Katholischen Stiftungshochschule München sind auch für den Campus Benediktbeuern ein voller Erfolg.

Benediktbeuern – Die Kaffeetasse steht neben dem aufgeklappten Notebook, auf dessen Bildschirm die Professorin Ursula Unterkofler zu sehen ist, die mit Hilfe von verschiedenen Schaubildern erklärt, wie das Studium der Sozialen Arbeit und der Religionspädagogik/Kirchlichen Bildungsarbeit auf dem Campus Benediktbeuern der Katholischen Stiftungshochschule München (KSH) organisiert ist. Mit nur zwei Klicks gelangt man in den nächsten virtuellen Raum, wo die Professorin Christine Plahl und Hochschulreferent Fabian Gierscher über die Modalitäten der Musikpädagogischen Zusatzausbildung auf dem Campus Benediktbeuern sprechen und anschaulich über verschiedene Praxisbeispiele erzählen. Um zum nächsten Input von Klaus Drescher zur Erlebnispädagogischen Zusatzausbildung zu gelangen, muss man nicht in den Regen hinaus, der an diesem Tag das Klosterdorf unter Wasser setzt – man kann einfach gemütlich vor dem Rechner sitzen bleiben und muss sich nur in eine neue Videokonferenz einloggen.

So haben die „Digitalen Infotage“, die eine Premiere an der Hochschule darstellen, durchaus ihre Vorteile, wenn auch der „größte Joker“, den der Campus Benediktbeuern laut Klaus Drescher zu bieten hat, dabei fehlt: „Unser Campus liegt in einer wunderschönen Gegend, die Atmosphäre ist familiär und die Wege kurz – das alles kann man online natürlich nicht zeigen“, sagt der Pädagoge, der seit vielen Jahren für die Erlebnispädagogische Zusatzausbildung in Benediktbeuern zuständig ist, und deren Herzstück er betreut: „Die Campus-Werkstatt ist schon für so manchen ein Grund gewesen, sich direkt nach dem Infotag hier für ein Studium einzuschreiben“, berichtet Drescher.

Auch wenn die Umstände der diesjährigen Infotage ungewöhnlich waren – die Resonanz war durchweg positiv: „Es war sehr schön, dass auch Studenten der KSH in den Informationsveranstaltungen zu den einzelnen Studiengängen, aber auch der Studentenvertretung und des Allgemeinen Studentischen Ausschusses vertreten waren“, freute sich eine junge Frau, eine der rund 500 Teilnehmer, die sich aus ganz Deutschland zugeschaltet hatten. So habe man auch die Perspektive von Studenten kennengelernt und sei in einen lockeren Austausch, auch in Bezug auf diverse studienrelevante Themen gekommen. 

Die breite positive Resonanz war für die Organisatoren seitens der Hochschule nach Auswertung des Teilnehmer-Feedbacks eine positive Überraschung: Rund 50 Prozent der Befragten wohnen mehr als 65 Kilometer von Benediktbeuern entfernt, 25 Prozent sogar mehr als 100 Kilometer. Das ist insofern interessant, weil bisher zu den Infotagen vor allem Interessierte aus der näheren Umgebung nach Benediktbeuern gekommen waren. Ein weiterer Vorteil des Online-Formats: Man konnte sich auch gezielt in nur eine der Sessions einloggen, die sich mit verschiedenen Themen wie „Praktika und Career Service“, „Beratung zu Bewerbungs- und Zulassungsverfahren“ oder der Möglichkeit von Auslandsaufenthalten beschäftigten. So konnten auch viele Berufstätige teilnehmen, für die ansonsten eventuell allein schon die Anreise ein zeitliches Problem dargestellt hätte. Insgesamt stellte diese Gruppe rund 35 Prozent der Teilnehmer, 20 Prozent der Befragten waren Schüler und 25 Prozent studieren bereits in einem anderen Studiengang. 

Besonders positiv wurde die gute Moderation durch das Medienteam des Campus Benediktbeuern bewertet. Ferner wurde die Nähe zu den Professoren sowie zu anderen Mitgliedern des KSH-Betriebs auch durch das Netz spürbar, wie ein Teilnehmer verriet: „Gerade in diesen Zeiten war es eine sehr tolle Alternative zum persönlichen Kennenlernen.“ 

Da die Bewerbungsfrist für ein Studium in Benediktbeuern aufgrund der aktuellen Situation bis zum 20. August verlängert wurde, ist geplant, die Digitalen Infotage von 15. bis 22. Juli zu wiederholen. So sollen vor allem Schüler und Abiturienten, die vielleicht durch die Abiturprüfungen und Pfingstferien verhindert waren, noch einmal angesprochen werden können. Alle weiteren Infos dazu findet man unter www.ksh-muenchen.de/hochschule/studienberatung/­informationsveranstaltungen. la/ah

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