In Iffeldorf und Habach

Doppelwechsel an der Schulspitze

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Iffeldorf – Führungswechsel an der Iffeldorfer Grundschule: Gleich zwei Posten wurden neu besetzt.

Susanne Eckl leitet jetzt die Einrichtung, Gerlinde Ametsberger ist ihre Stellvertreterin. Eckl trat zum neuen Schuljahr als Leiterin die Nachfolge von Simone Schramm an, welche unerwartet spontan nach nur einem Jahr ans Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus wechselte. Auch Konrektor Bernhard Apel verließ die Iffeldorfer Schule – um, wie er sagte, auch andere Schulen kennenzulernen. Seinen Posten besetzt nun Ametsberger. Schramm konnte dem Ruf des Kultusministeriums wohl nicht widerstehen, denn nach nur einem Jahr gab sie ihre Rektorenstelle im Schulverband Iffeldorf/Habach wieder auf. Aus Lehrerkreisen ist zu vernehmen, dass das Angebot, ins Ministerium zu wechseln eine Art Ritterschlag für Lehrkräfte sei, den man nicht so leicht ausschlägt. Für Eckl war das ein Glücksfall, denn schon seit längerem habe sie mit der Iffeldorfer Schule geliebäugelt. „Ich fand das Schulprofil äußerst interessant“, sagt sie. Zuvor war sie Rektorin an der Grundschule in Eurasburg und davor zwei Jahre Konrektorin in Egling. „Mich reizt auch die Schulgröße. Wir haben hier 210 Schüler in zehn Klassen und ein rund 20-köpfiges Kollegium“, erklärt Eckl, „das ist schon um einiges größer als vorher.“ Sie erzählt, dass der Schulverband der zwei Dorfgemeinden Iffeldorf und Habach sich als eine Schuleinheit verstehen. Konferenzen finden etwa einmal pro Woche statt und Lehrkräfte planen zum Teil die Inhalte für die verschiedenen Klassenstufen gemeinsam, tauschen sich aus und vertreten sich auch untereinander. Dies bestätigt auch die neue Konrektorin Gerlinde Ametsberger – sie ist hauptsächlich in Habach vor Ort und hat dort eine zweite Klasse übernommen.

Schwieriger Schulalltag

Natürlich steht auch der Schulalltag ganz im Zeichen der Pandemie. „Es ist schon eine Herausforderung“, so Eckl. „Aber ich muss auch sagen, dass sich die Kinder wunderbar an die Regeln halten. Man merkt, dass sie von ihren Eltern gut vorbereitet wurden und inzwischen ist vieles eine Selbstverständlichkeit.“ Die Kinder seien einfach nur froh, ihre Freunde und Klassenkameraden wiederzusehen. Ein Maßnahmenplan für den Notfall eines erneuten Lockdowns oder klassenspezifischen Quarantänemaßnahmen besteht bereits und werde laufend nachgebessert, immer jedoch mit der Hoffnung verbunden, dass dieser nicht zum Einsatz kommen möge. Mit der Gemeinde sei man in gutem Kontakt, erzählt Eckl und freut sich, dass dort unter anderem auch die Digitalisierung der Schule auf einen guten Nährboden trifft. „Es wurde im letzten Jahr schon einiges angeleiert und wird nun weiterentwickelt.“ Beide Schulleiterinnen vermissen vor allem die kulturellen Inhalte, welche in Iffeldorf eigentlich großgeschrieben werden. So muss das „Singende Schulhaus“, Theatergruppen und ähnliches pausieren – denn vor allem bis Weihnachten gilt die Vorgabe des Ministeriums, eventuelle Lücken aus dem Heimunterricht im Lockdown zu schließen und den Stoff zu festigen. „Diese Zeit nehmen wir uns auch“, so Eckl. Beide freuen sich jedoch schon auf die Zeit, in der wieder mehr an ihrer Einrichtung möglich sein wird. Man werde sehen, welche Projekte man als Schulfamilie weiterführen möchte, welche gut ankamen – und wo beide auch ihre Erfahrungen der anderen Schulen miteinbringen könnten.

Astrid Unterreiner

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