Hühner am Highlight

Rast mit spirituellen Gedanken: Benediktusweg wird wie geplant realisiert

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Der verbaute Berg- und Moosblick ist nun Kulisse für das Thema „Demut“.

Benediktbeuern – Eines der Projekte der Dorferneuerung ist der Benediktusweg, der auf bestehenden Pfaden rund um das Kloster Benediktbeuern verlaufen soll. Auf zwölf Stelen werden Gedanken des Heiligen Benedikt in kurzen Texten auf die heutige Zeit übertragen. Mittels eines QR-Codes und eines Begleitheftes können spirituell Interessierte tiefer in die Thematik eintauchen.

Die Texte von Autorin Petra Altmann beschäftigen sich mit religiösen und gesellschaftsrelevanten Themen, über die sich schon der Heilige Benedikt Gedanken gemacht hat. An der Jugendherberge soll es etwa um „Generationen“ gehen, am Biotop um „Achtsamkeit gegenüber der Schöpfung“ und am Obstgarten passender Weise um „Speis und Trank“. Die Hauptattraktion auf dem meditativen Weg soll eine Statue am Meditationsgarten sein. Die Figur wird von einem Künstler aus einem gespendeten Eschenstamm geschnitzt und zeigt den Heiligen mit einem Raben. 

Eingebüßt hat hingegen eine andere Attraktion, nämlich der beeindruckende Ausblick auf die Berge und das weite Moos mit Sichtachse zum Kloster Schlehdorf. An der Bank bei der Klostermauer versperrt inzwischen ein landwirtschaftlicher Stadel den einst freien Bergblick. Dort war die letzte Stele des Rundweges eingeplant, und zwar zum Thema „Demut“, was einer gewissen Ironie nicht entbehrt. Claudia Moosmang vom Vorstand der Teilnehmergemeinschaft zeigte sich jedenfalls sehr verärgert über die durchkreuzten Pläne. „Unser schönster Platz ist jetzt wegen einem Hühnerstadel versaut und der Ausblick total zerstört“, wetterte sie. Die Überlegung, einen neuen Platz für die Station zu finden, wurde nach kurzer Diskussion nicht weiterverfolgt. Das Blätterdach der großen Eiche und die denkmalgeschützte Klostermauer seien nach wie vor stimmig und man könne nicht jedes Mal eine Stele versetzen, wenn „einer was baut“, waren sich die Vertreter der Teilnehmergemeinschaft einig. 

Peter Oster vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) informierte abschließend über die Kostenvereinbarung. Das Projekt Benediktusweg mit Stelen und Broschüren beläuft sich demnach auf 33.350 Euro, die vom ALE zu 61 Prozent gefördert werden. Für die Gemeinde verbleit also ein Eigenanteil von rund 13.000 Euro. Die Bauzeit sei offiziell bis Anfang Juni 2021 eingeplant, man wolle den Weg aber heuer noch umsetzen, erklärte Oster. Beim Setzen der Stelen werde der gemeindliche Bauhof miteinbezogen und auch für den künftigen Unterhalt der Stelen sei die Gemeinde zuständig. cw

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