Blutspuren auf dem Weg zur Schule

Schüler retten Mann vorm Verbluten

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Timo Soyer, Luis Kägeler und Samuel Lorenz (von links) an der Stelle, wo die Blutspur in den Wald führte.

Penzberg – Der Sportunterricht war gerade zu Ende gegangen. Der Schweiß lag noch auf ihrer Stirn, als die drei Jungen sich auf den Weg zurück zur Schule machten. Plötzlich entdeckten die Schüler Blutspuren auf dem Asphalt. 

Ein paar Meter waren es noch, dann sollten die drei Jungen im Alter von 15 und 16 Jahren die Schule und damit die Bushaltestelle erreicht haben. Doch der gestrige Donnerstag war für die Schüler kein gewöhnlicher Schultag. Nachdem sie das Nonnenwaldstadion verlassen hatten, ging die Schüler gegen 13 Uhr auf einen Verbindungsweg zurück zur Schule. Beim Blick auf den Boden stachen ihnen dann Bluttropfen, und davon nicht wenige, ins Auge. Sie folgten den roten Spuren, die in den Wald führten. An einen Abhang entdeckten die Jugendlichen dann einem 58-jährigen Mann, der eine stark blutende Wunde am Bein hatte. Die Verletzung hatte sich der Mann wenige Tage zuvor bei Motorsägearbeiten zugezogen, nun war die scheinbar heilende Wunde wieder aufgeplatzt. „Dies verursachte bei ihm vermutlich einen so schweren Schock, dass er ziellos umherirrte“, vermutet Susanne Kettl von der Polizeiinspektion Penzberg. Im Wald war der unter Schock Stehende dann den Abhang hinuntergestürzt.

Die drei Schüler alarmierten die Polizei und den Rettungsdienst und blieben solange vor Ort, bis der Notarzt eingetraf. Laut Kettl hatte der 58-Jährige ungeheures Glück: Wären die drei Jungen den Blutspuren nicht auf den Grund gegangen, „wäre der Mann verblutet“. ra

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