Jugendfußball

Drei Vereine, eine Jugendarbeit: DJK, FC und ESV geben Gas

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Penzberg - Die SG Penzberg ist eine Premiere. Dahinter stehen DJK, FC und ESV. Sie wollen den Jugendfußball fördern.

Die meisten Sportvereine kennen leidvoll das Problem: Der fußballerische Nachwuchs zieht das eigene Trikot aus, weil die Jugendarbeit woanders attraktiver ist. Drei Penzberger Vereine - DJK, ESV und FC - wollen dem entgegensteuern. Sie stellen Spielgemeinschaften auf die Beine. Immerhin fünf gemeinsame Teams , von der A- bis zur C-Jugend, sind gemeldet. Es ist eine Premiere. Die Idee ist nicht neu und kreiste schon seit Jahren um die Köpfe so mancher Verantwortlicher bei der DJK, dem FC und dem ESV. Kein Wunder: Es wurde immer schwieriger, eigene Fußballmannschaften im Jugendbereich in den Spielbetrieb zu bringen. Auch hemmte die gegenseitige Rivalität die Entwicklung im Nachwuchsbereich. Nach diversen Gesprächen wurde im vergangenen Jahr ein neues Baby geboren. 

Gemeinsames B-Jugend-Team

Im Januar 2019 traf man sich erstmals dazu im DJK-Heim. Am Ende stand ein gemeinsames B-Jugendteam, dass in der Kreisklasse antrat. Angeleitet von Trainerteams aus ESV und FC. Drei Vereine unter einem Hut. Das ist für Penzbergs sportpolitische Verhältnisse mit seiner seit Jahrzehnten gepflegten Konkurrenz etwas Besonderes. Und das Pilotprojekt war äußerst erfolgreich, wie Susanne Michels, Jugendleiterin bei der DJK und beim FC im Kleinfeldbereich, gegenüber der Rundschau versichert. „Die Kids waren happy und die Eltern begeistert. Die meisten Stimmen waren positiv.“ Zwar fiel für die 15- bis 16-jährigen Kicker wegen der Corona-Situation die Rückrunde flach, aber in den drei Vereinen will man für die Zukunft nun richtig Gas geben. Die guten Erfahrungen machen Mut. 

Konzept wird umgesetzt

Aus dem Pilotprojekt ist ein richtiges Konzept geworden. Dass auch so den Segen der drei Vorstandschaften fand. Motto: eine starke Gemeinschaft. Für den angepeilten Saisonstart im September wurden gleich fünf Teams offiziell beim Bayerischen Fußballverband als Spielgemeinschaften gemeldet: eine A-, zwei B- und zwei C-Jugendmannschaften. Alle unter dem Namen „SG Penzberg“. Waren es anfangs rund 20 Aktive, „reden wir jetzt locker von 100 Spielern“, sagt Jens Hoffmann, 1. Jugendleiter beim ESV Penzberg. Hinter der Kooperation stehen nicht nur Michels und Hoffmann - sondern auch die Jugendleiter-Kollegen Jürgen Seifert (FC), Ronny Kloseck (ESV) und Gerhard Michels (DJK). Zehn Trainer kümmern sich um die Teams. „Die waren alle sehr aufgeschlossen“, sagt Susanne Michels. 

Ehrgeizige Ziele

Mit ihrem Konzept verfolgen die Verantwortlichen gleich mehrere Ziele: Jugendliche nicht an andere Vereine im Oberland zu verlieren, die Penzberger Jugend näher zusammenzubringen und heimische Spieler besser fördern zu können. Großer Anspruch: „Wir wollen jedem Kind in Penzberg Fußball ermöglichen“, so Hoffmann. „Und zwar auf einem ansprechenden Niveau.“ Wobei es Grenzen gibt: „Ein Riesentalent wird man in Penzberg nicht halten können“, räumt er ein.

Ausweitung ist Option

Sollte es mit der Kooperation funktionieren, denken man schon weiter. An weitere Spielgemeinschaften von der D-Jugend bis zu Bambini, die derzeit noch bei den Vereinen angesiedelt sind. „Das ist eine Option für die nächsten Jahre“, sagt ESV-Jugendleiter Hoffmann. Auf jeden Fall erfahren die Jugendleiter schon jetzt Unterstützung aus der Stadt. Und einen Sponsor hat man mit einer heimischen Zimmerei auch schon aquiriert. 

Hier gibt es Infos

Infos zu den Spielgemeinschaften gibt es auf den Internetseiten der drei Vereine (www.esvpenzberg.de, www.djk-penzberg.de und www.fc-penzberg.de).

Andreas Baar

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