Ersatz im eigenen Bestand

Wohnbau Weilheim will Mietshaus an der Karlstraße sanieren oder neu errichten

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Abriss oder Sanierung: das Eckgebäude an der Philipp-/Karlsraße.

Penzberg – Das Haus Nummer 32 mit seiner blassgelben Fassade, seinen weiß gerahmten Fenstern und seinen ergrauten Balkonen, es könnte in naher Zukunft in einem neuen Gewand erscheinen - oder sich verabschieden: was die Wohnbau Weilheim GmbH an der Karlstraße plant.

Die gemeinnützige Wohnbau Weilheim GmbH hat an einer der zentralsten Wohnlagen in der Innenstadt ein neues Großprojekt ins Auge gefasst. Es handelt sich dabei um das Eckgebäude an der Einmündung der Philipp- in die Karlsraße, das entweder umfassend saniert oder abgerissen und neu errichtet werden soll. Dies führte SPD-Stadtrat Markus Kleinen in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Wohnbau nun vor dem Kommunalparlament aus. 

Von den 1.603 Wohnungen des Weilheimer Unternehmens, an dem auch die Stadt Penzberg beteiligt ist, befinden sich 374 in Penzberg, wo im Laufe des Jahres 23 weitere dazu kommen werden, wenn die Arbeiten an der Gustavstraße abgeschlossen sind. Kleinen rechnet damit, dass es damit im Herbst so weit sein wird. Bereits jetzt stellte er mit einem Seufzer fest: „Dieses Projekt ist ganz schön teuer.“ Dass sich die Gesamtkosten auf rund 6,6 Millionen Euro summieren, ist vor allem auf den fragilen Untergrund zurückzuführen. „Wir mussten alleine 120 Bohrpfähle setzen“, so Kleinen. Dies habe dazu geführt, dass die Bodenplatte erst vier Monate nach dem Spatenstich fertiggestellt war. 

Was an der Gustavstraße derzeit durchgeführt wird, nämlich Neubauten auf einem Grundstück zu errichten, auf dem zuvor alte, baufällige Häuser standen, soll bei der Wohnbau Weilheim auch in den kommenden Jahren die Richtschnur sein. „Wir setzen auf Nachverdichtung. Aufstockung und Ersatzneubauten im eigenen Bestand“, betonte Kleinen. 

In diese Ausrichtung passt natürlich auch das Mietshaus an der Karl­straße 32, das 1970 gebaut wurde und sich mittlerweile, so Kleinen, „in einem sehr schlechten Zustand befindet“. Als äußerst ungünstig aus heutiger Sicht sei es darüber hinaus, dass die Balkone direkt auf die Straße weisen, was im Erdgeschoß zur Folge habe, dass die Fußgänger den Mietern direkt ins Wohnzimmer schauen können. Weiteres großes Manko für Kleinen: „Wir haben dort fast keine Stellplätze.“ Deshalb überlegt man nun in Weilheim, ob es sich lohnt, das Gebäude zu sanieren oder ob ein Neubau an gleicher Stelle nicht sinnvoller sei. Nach Gesprächen mit dem Rathaus über den baurechtlichen Rahmen an dieser Stelle soll im Jahr 2020 mit den Planungen gestartet werden. 

In dem Haus mit seinem großen Anteil an Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen leben derzeit 16 Mieter, darunter zahlreiche allein stehende Damen. „Die brauchen keine Angst zu haben, wir setzen niemanden auf die Straße“, versicherte Kleinen. Sobald man bei der Wohnbau wisse, was mit dem Objekt geschieht, werde man Wohnungen nach einem Auszug nicht mehr neu vermieten. Und allen Mietern, die zum Beginn der Bauarbeiten noch dort wohnen, werde man eine andere Wohnung aus dem eigenen Bestand anbieten. Dass die Nachfrage nach den Wohnungen in dem dann sanierten oder neu gebauten Haus an der Karl­straße 32 immens sein wird, steht bereits jetzt fest. Wie Kleinen berichtete, habe man bei der Wohnbau Weilheim eine sehr große Warteliste, auf der alleine in Penzberg rund 300 Namen stehen, in Weilheim sind es sogar 900. 

Übrigens: Wer Mieter der Wohnbau werden will, benötigt einen Wohnberechtigungsschein, außerdem läuft die Vermietung in Penzberg ausschließlich über die Stadtverwaltung. la

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