SV Bad Heilbrunn feiert im Kursaal sein 60-jähriges Bestehen

Eine große Runde voller Ehrungen

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Die Männer der ersten Stunde gewürdigt: Robert Rieker (links) und sein Stellvertreter Philipp Reyer (rechts) ehrten die Gründungsmitglieder Wolfgang Heidenreich, Dieter Burger, Willi Kamarad, Heinrich Hoy, Karl Steger, Lorenz Specker und Rudi Vitu (von links).

Bad Heilbrunn – Uneben präsentierte sich das Feld, auf dem die Fußballmannschaft des neu gegründeten SV Bad Heilbrunn vor 60 Jahren ihr erstes Spiel gegen den SV Pöcking absolvierte: Bergauf und bergab ging es auf dem Rasen. Und obwohl das Team verlor, war es doch der Anfang von etwas Großem.

„Fang nie an aufzuhören, hör nie auf anzufangen“: Dieses Zitat des römischen Redners Cicero hatte Robert Rieker, der Vorsitzende des SV Bad Heilbrunn, als Motto ausgegeben, als der rührige Verein im Kursaal sein 60-jähriges Bestehen feierte. Besonders würdigte er hierbei Wolfgang Heidenreich, Rudi Vitu und Karl Steger als die drei Motoren des Clubs. „Wenn die drei irgendwann angefangen hätten, aufzuhören, würden wir alle heute nicht hier sein. Ich verneige mich vor euch“, zollte Rieker vor allem diesen drei Gründungsmitgliedern, die bis zum heutigen Tag aktiv im Vereinsleben mitwirken, seinen großen Respekt. 

Proppenvoll war der Kursaal in den viele der mittlerweile 904 Mitglieder gekommen waren, darunter auch Ehrenmitglied Heinz Maiwert. Der ehemalige Vorsitzende, der maßgeblich am Bau des Sportheims beteiligt war, ist mit mittlerweile 94 Jahren das älteste HSV-Mitglied. Gegründet als reiner Fußballverein umfasst der SV Bad Heilbrunn heute die Sparten Fußball, Ski, Gymnastik, Tennis und Herzsport. Auch Bürgermeister Thomas Gründl erwies dem Verein seine Referenz und sagte: „Ich bin stolz auf meine Fußballer. Ich bin stolz auf euch alle. Ich möchte mich ausdrücklich bei allen bedanken, die sich hier in den letzten 60 Jahren ehrenamtlich engagiert haben.“ Zur Erinnerung an das Jubiläum überreichte er Rieker eine in Bad Heilbrunn gefertigte Wanduhr für das Vereinsheim. 

Bei der großen Ehrungsrunde wurden dann die Gründungsmitglieder, die Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitglieder sowie sämtliche aktuellen und ehemaligen Funktionsträger aus allen Sparten des Vereins besonders gewürdigt, ehe Rudi Vitu einen nicht zu kurzen Rückblick über das Geschehen in den vergangenen 60 Jahren hielt. 

„Eigentlich könnten wir bereits das 70-Jährige feiern, wenn damals der SC Bad Heilbrunn länger durchgehalten hätte“, blickte Vitu zurück. Bereits 1948 hatte sich im Kurort nämlich ein Fußballverein gegründet, doch der wurde 1956 wieder aufgelöst. Am 23. Januar 1959 war es aber dann soweit, der heutige SV Bad Heilbrunn wurde im damaligen Vereinslokal „Leingärtner“ aus der Taufe gehoben. Mit eine treibende Kraft war schon damals Rudi Vitu, der zusammen mit acht weiteren Heilbrunnern beim SC Rot-Weiß Bad Tölz Fußball gespielt hatte. Er fand noch weitere Kicker, so dass der neugegründete HSV im März 1959 sein erstes Spiel bestreiten konnte. Vitu, selbst Torhüter der ersten Mannschaft, hatte zudem das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden übernommen. Zu ihrem ersten Fußballerchef hatten die Gründerväter den Gemeindeart Anton Frech gewählt. 

Vitus humorige und mit zahlreichen Anekdoten gespickte Rede reichte schließlich bis in die Neuzeit. Dabei wurde natürlich der aktuelle Höhenflug der ersten Mannschaft als Tabellenführer der Bezirksliga-Süd nach vorhergegangenem zweimaligem Aufstieg besonders gewürdigt. Abschließend gab die Theatergruppe der Kicker noch das Stück „Nur der HSV“ zum Besten. Da waren sich dann alle einig, eine schöne und würdige 60-Jahr-Feier erlebt zu haben. ejs

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