Verkehrskontrolle mit Folgen

Ein Haufen Falschgeld in Penzberg - Polizei stellt 10.000 Euro „Movie Money“ sicher

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Das Falschgeld trägt den Schriftzug „Prop copy“.
  • Max Müller
    VonMax Müller
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Penzberg - So einen Fund macht die Polizei nicht alle Tage: Im Rahmen einer Verkehrskontrolle wurden bei einem 43-jährigen Penzberger fast 10.000 Euro Falschgeld sichergestellt. Der Mann hatte die Scheine Anfang 2020 im Internet erworben. Die Kripo Weilheim ist inzwischen in die Ermittlungen eingestiegen.

  • Fast 10.000 Euro Falschgeld wurden in Penzberg sichergestellt
  • Der 43-jährige Einheimische wurde angezeigt
  • Die Kripo Weilheim ermittelt weiter

Begriffe wie „Prop Copy“ oder „Movie Money“ erschließen sich für den Laien nicht unbedingt auf Anhieb. Laut dem Polizeipräsidium Rosenheim handelt es sich hierbei um Banknoten, die für den Entertainmentbereich hergestellt wurden – wie Filmaufnahmen oder Zaubershows. Diese müssen auch als solche gekennzeichnet werden: Die Aufschrift „Prop Copy“ dient als wichtiges Erkennungsmerkmal. Werden solche Reproduktion im Zahlungsverkehr verwendet, ist es eine Straftat. Der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Rosenheim, Martin Emig, warnt: „Geldfälschung ist ein Verbrechen und wird mit hohen Strafen geahndet.“

Verkehrskontrolle mit Folgen

Dies wurde dem 43-jährigen Penzberger zum Verhängnis. Er war am Sonntag, 24. Januar, in der Stadt in eine Verkehrskontrolle geraten. Der Mann wurde gegen 15.30 Uhr an der Straße Im Thal aufgehalten. Den Polizisten fielen im Rahmen der Kontrolle „mehrere 100 Euro-Scheine in der Geldbörse des Mannes auf“, so Emig. Bereitwillig händigte der 43-Jährige das Geld zur Untersuchung aus. Die Scheine wurden von der Streifenbesatzung intensiv kontrolliert und stellten sich als „Movie Money“ heraus. Daraufhin wurde die Kriminalpolizei Weilheim eingeschaltet: Diese stellte bei weiteren Ermittlungen, unter Leitung der Staatsanwaltschaft München II, fast 10.000 Euro Falschgeld sicher. Im Besitz des Mannes befanden sich weitere 8750 Euro in 39 100er Scheinen und 97 Stück 50er Scheine. Der Penzberger habe die „Pro Copy“-Scheine Anfang des Jahres 2020 auf einer Internetplattform erworben. Die Banknoten waren bezüglich Größe und Farbe von echtem Geld kaum zu unterscheiden. Der 43-Jährige wurde angezeigt.

„Keine Seltenheit“

Das Landeskriminalamt warnte bereits vor Geldfälschungen dieser Art. „Das ist keine Seltenheit und kam bereits relativ häufig vor“, berichtet der Leiter der Kripo Weilheim, Markus Deindl. Welche Gesamtmenge der „Movie Money“ in Penzberg im Umlauf sind ist derzeit unklar. Eine Frage bleibt jedoch ungeklärt: In welchem Umfang wurde das Geld weitergegeben oder sogar in den Zahlungsverkehr gebracht? Die Weilheimer Kripo ermittelt diesbezüglich weiter. Denn Falschgeld wird laut Pressesprecher Emig niemandem ersetzt: „Wer den Schein hat, hat den Schaden.“ Max Müller

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