Eine alte Tradition wieder beleben

Die Vorstandschaft der Burschen (von links): Florian Pflaum (2. Vorsitzender), Matthias Schröfl (1. Vorsitzender), Anton Kierein (Beisitzer), Christian Lindmair (2. Kassier), Stefan Hundegger (Schriftführer), Stefan Kronschnabl (Zeugwart und Fähnrich), Peter Stoiber (Beisitzer) und Hans Hundegger (1. Kassier).

In Bad Heilbrunn gibt es seit Samstag nicht mehr 40, sondern 41 Vereine. Im Gasthaus Kronschnabl wurde der „Christliche Burschenverein Bad Heilbrunn und Oberbuchen“ gegründet. „Am Stammtisch“ war es, an dem Matthias Schröfl und Christoph Spindler vor einiger Zeit die Idee hatten, den vor über 60 Jahre zerfallenen katholischen Burschenverein von Bad Heilbrunn wiederzubeleben.

„Auf Grundlage des christlichen Glaubens das kulturelle und traditionelle Brauchtum zu fördern und auszuüben sowie den Zusammenhalt der dörflichen Buschen zu einer Gemeinschaft zu unterstützen und zu pflegen“: das ist der Zweck des neuen Vereins und so steht es in der Satzung, die die 19 Gründungsmitglieder an diesem Abend einhellig absegneten. „Wer Mitglied werden will, muss männlich, mindestens 16 Jahre alt und unverheiratet sein und sollte aus dem Gemeindebereich kommen“, erklärte Schröfl, der zum Vorsitzenden gewählt wurde. „Die Religionszugehörigkeit ist uns aber völlig egal“, betonte er. Viel wichtiger sei, dass der Bewerber unverheiratet ist. Sonst ist ein Beitritt ausgeschlossen. Auch für bereits Aufgenommene bedeutet die Liebe fürs Leben das Ende im Verein. „Die Mitgliedschaft endet am Tag der standesamtlichen Trauung“, heißt es in der Satzung. Ans Heiraten denken die durchschnittlich 19 Jahre alten Gründungsmitglieder freilich noch nicht. Sie wollen als Burschenverein erst einmal einiges bewegen in Bad Heilbrunn. Unter anderem möchte Schröfl heuer einen Vereinsjahrtag abhalten und vielleicht einen Osterfeuer-Lauf organisieren. Außerdem sollen die Burschen einen Tanzkurs machen, jeden Monat beim Stammtisch den Zusammenhalt pflegen und gemeinsam mit den anderen 40 Ortsvereinen die verschiedensten Veranstaltungen organisieren. Außerdem soll die historische Vereinsfahne restauriert werden und langfristig auch das Verfahren für einen „eingetragenen Verein“ angepackt werden. Um sich ein Startkapital für die Pläne aufzubauen, beschloss die Versammlung, den jährlichen Mitgliedsbeitrag vorläufig auf 25 Euro festzusetzen. Jugendreferent Markus Spindler wird sich dafür einsetzen, dass die Burschen das Ersparte des mittlerweile aufgelösten Faschingsvereins sowie den Erlös aus dem letzten „Wurf-Rennats“ bekommen. Letzteres wollen die Burschen auch wiederbeleben - vielleicht schon 2012. Wer Mitglied werden will, soll sich nicht telefonisch melden, sondern lieber persönlich beim nächsten Vereinstreffen vorbeischauen. Der Termin dafür wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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