Eine ganze Skyline Lateinamerika

Selbst der Faschingsprinz legt Hand an: Thomas Haberecht (links) mit Benedikt Brennauer und Holger Fey, Vorsitzender des OK Penzberger Fasching, beim Herstellen des Jesus aus Pappmaché.

Holger Fey ist stolz auf sein Team. Der Vorsitzende des OK Penzberger Fasching weiß, dass er zur Vorbereitung der närrischen Saison fleißige Helfer braucht - und die findet er in seinem Hofstaat sowie den zahlreichen Malern und Streichern, die die Stadthalle dekorieren. Bis Samstag, 14. Januar, muss alles fertig sein, denn dann steht der Krönungsball auf dem Programm.

Selbst Faschingsprinz Thomas Haberecht schwingt den Pinsel. Er steht vor dem Jesus, einem riesigen Gestell aus Holz und Draht, das er mit Pappmaché einschmiert. „Zur Stabilisierung“, erklärt der 31-Jährige. Der Jesus soll auf dem Zuckerhut Platz nehmen, der sich links neben der großen Bühne befindet. Der Zuckerhut, jener Granitfelsen, der als Wahrzeichen von Rio de Janeiro gilt, ist nur eines von vielen gebastelten Accessoires, die das Thema des Faschings symbolisieren: „Lateinamerika - Latino-Rhythmen gehen ins Blut, von Penzberg bis zum Zuckerhut“. Bis zum Krönungsball, verspricht OK-Chef Holger Fey, sind Wände und Säulen der Stadthalle mit 3D-Elementen und Symbolen aus Brasilien, Argentinien, Ecuador oder Kolumbien verkleidet: Salsa-Tänzerinnen, Palmen, Papageien, Flugzeuge. „Eine ganze Skyline Lateinamerika“, schwärmt der 37-Jährige. Schon vor einigen Wochen hat das Team im alten Metropol-Kino mit Mal- und Bastelarbeiten begonnen, berichtet Holger Fey. Neben den Malerinnen engagieren sich dabei der gesamte Hofstaat - Garde, Elferrat, Prinzenpaar und Hofnarr - sowie weitere Helfer und ehemalige Faschingsaktive. „Insgesamt sind das 25 bis 30 Leute“, sagt Fey stolz. In dieser Faschingssaison kam es zu einem „großen Umbruch“ in Penzberg. Der 19-jährige Benedikt Brennauer ist der einzig Verbliebene im fünfköpfigen Elferrat. Die Mitglieder des Elferrats sind sehr motiviert und wollen die Tradition fortführen. Neben den sechs Gardemädels - dort sind nur noch zwei aus dem vergangenen Jahr dabei - komplettieren das Prinzenpaar, der Hofnarr, zwei Hofdamen und zwei Maskottchen (Papagei und Pfau) das Team. „Es gibt heuer keinen Marsch und keinen Showtanz“, verrät Fey. Vielmehr würden, dem Motto entsprechend, lateinamerikanische Tänze wie Salsa, Samba oder Paso Doble gezeigt. Eigens dafür engagierten die Penzberger auch noch einen neuen Trainer. Bis zum Kehraus am 21. Februar hat das OK ein gewaltiges Programm vor sich. Höhepunkte sind der Gaudiwurm am 19. Februar durch die Innenstadt, Kinderball (29. Januar), Weiberball (16. Februar) und „Gaudi ohne Grenzen“ in der Sporthalle am Wellenbad (17. Februar). Bei dieser Veranstaltung streiten sich acht Penzberger Vereine und Organisationen in kuriosen Wettkämpfen um einen Wan- derpokal. Oskar Daxl, der „Gaudi ohne Grenzen“ lange Jahre organisierte hatte, begab sich mittlerweile in den teilaktiven Ruhestand und hilft in zweiter Reihe mit. Als neue Hauptverantwortliche fand sich Ramona Reinhardt.

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