Eine herausragende Lebensleistung gewürdigt

Der zweite Ehrendoktor der PTH: Gotthard Dobmeier (links) mit Pater Lothar Bily, dem Rektor der Benediktbeurer Hochschule.
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Doppelfeier am Kloster Benediktbeuern: Im Rahmen des Don-Bosco-Fests, das alljährlich zu Ehren des am 31. Januar 1888 verstorbenen Ordensgründers Giovanni Don Bosco gefeiert wurde, erhielt der Theologe Gotthard Dobmeier im Barocksaal den Ehrendoktortitel der Philosophisch-theologischen Hochschule (PTH) verliehen. Zuvor hatte der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke bei einer Eucharistiefeier in der voll besetzten Hauskapelle über den Turiner Jugendapostel Giovanni Don Bosco gepredigt.

Andere Hochschulen oder Fakultäten vergeben den Ehrendoktortitel „im Halbjahrestakt“, wie PTH-Rektor Pater Lothar Bily in seiner Laudatio auf Dobmeier betonte. Die Benediktbeurer aber hätten sich Zeit gelassen, „einen passenden und würdigen Kandidaten zu finden“. Zuletzt hatte die Hochschule 2003 die ersten Ehrendoktorwürde der Theologie an den Pfarrer und Maler Sieger Köder vergeben. Das Aufgebot an Prominenz war kaum zu überbieten, als sich die Festgemeinde zur Eucharistiefeier in der Hauskapelle einfand. In seiner Predigt bezeichnete Bischof Hanke Don Bosco als „Ikonenschreiber Jesu Christi“. Der Heilige habe mit seinem Leben ein „glaubwürdiges Zeugnis für Gott, seine Liebe und sein Wirken in der Welt gegeben und dies auch als authentisches Vorbild gelebt“. Benediktbeuern mit seinen vielfältigen Ein- richtungen im Bereich der Jugendarbeit und Bildung sei im übertragenen Sinn ein „Lernort der Ikonen- malerei“. Wenn es den Salesianern gelinge, diesen Geist Don Boscos in der heutigen Welt lebendig zu halten, dann bräuchten sie sich ihren Platz in der Kirche nicht zu suchen: „Dann werden sie erwartet“, so Bischof Hanke. Großer Andrang herrschte dann auch im Barocksaal, wo die Studenten immer wieder neue Stühle herbei schafften, um die Festgäste auch alle unterzubringen. Die Feier zur Vergabe der Ehrendoktorwürde geriet so zu einem prachtvollen Glanzpunkt. „Ein Doktor der Ehre halber ist nicht unbedingt ein Doktor minderen Grades“, rief Lothar Bily aus und würdigte die „herausragende Lebensleistung“ von Gotthard Dobmeier. Es waren vor allem dessen Verdienste für Kirche und Umwelt, die den Senat und die Träger der Hochschule schnell darin überein stimmen ließen, den 66-Jährigen zu einem Ehrendoktor der Theologie zu erheben. Nach dem Studium der katholischen Theologie war Dobmeier ab 1970 Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend der Erzdiözese München und Freising. Vier Jahre später wurde er Referent für gesellschaftspolitische Bildung an der Landvolkhochschule Petersberg bei Dachau. Von 1986 bis zum Ruhestand 2007 war er als Beauftragter für Fragen der Kirche und Umwelt der Erzdiözese und Sprecher der Umweltbeauftragter aller bayrischen Diözesen tätig. Stets habe Dobmeier dabei auch dem Zentrum für Umwelt und Kultur im Kloster Benediktbeuern „mit Rat und Tat zur Seite gestanden“, hob Lothar Bily hervor. „Sie haben Ihren Anteil daran geleistet, dass die christliche Umweltethik im Kloster Benediktbeuern einen so großen Stellenwert gewonnen hat“, erklärte der PTH-Rektor. Nachdenklich wurde Bily allerdings, als es um die Zukunft der PTH ging. „Die weitere Existenz der Hochschule steht auf einem unsicheren Grund.“ Zwar habe sich die Klostergemeinde über die positive Erklärung der Freisinger Bischofskonferenz im vergangenen Herbst gefreut, so Bily. Doch die Sicherstellung der nötigen Finanzen sei noch nicht zu „einem befriedigendem Abschluss gekommen“, bedauerte der PTH-Rektor. Mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Gotthard Dobmeier setze die Hochschule zugleich „ein Zeichen nach außen“. Es sei der entschiedene Wille der Einrichtung, dass das „einmalige Bildungs- und Hochschulzentrum“ erhalten bleibe. Auch Klosterdirektor Pater Claudius Amann nutzte die Gelegenheit, um an den Eichstätter Bischof Hanke einen Appell zu richten, der zugleich allen bayerischen Bischöfen galt. Amann bat darum, dass auch die Kirchenfürsten sich dafür einsetzen mögen, den Erhalt der finanziell angeschlagenen PTH zu ge- währleisten. Eine Bitte, die Bischof Hanke „wohlwollend“ aufnehmen werde, wie er betonte.

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