Bergung mit Hubschrauber

Einsatz am Jochberg: Bergwacht rettet schwerverletzten Eiskletterer

Angehörige der Bergwacht Kochel transportieren einen verletzten Eiskletterer. Im Hintergrund steht der Rettungshubschrauber Christoph Murnau.
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Der Verletzte wurde an der Bergwachtstation Kochel versorgt und dann ins UKM geflogen.

Kochel – Die Bergwacht Kochel musste am Feiertag, 6. Januar, zu einem zweistündigen Einsatz am Jochberg ausrücken. Ein schwer verletzter Eiskletterer wurde mit dem Hubschrauber geborgen und in das Unfallklinikum Murnau (UKM) geflogen.

Die Kochler Bergwacht war am Mittwoch, 6. Januar, gegen 14.20 Uhr alarmiert worden. Gemeldet wurde ein bewusstlos im Seil hängender Patient in der Eiskletter-Route „Linkes Gully“, die sich in der Nordwand des Jochbergs befindet. Unfallursache war ein Steinschlag, wie der stellvertretende Bereitschaftsleiter Ritchi Huber mitteilt. Der Rettungshubschraubers Christoph Murnau wurde angefordert. Die Bergung des Verletzten zu Fuß in der Nordwand wäre „äußerst anspruchsvoll“ und zeitaufwändig gewesen, so Huber.

Anspruchsvolle Bergung

Der Hubschrauber landete an der Bergrettungswache Kochel , nahm einen Bergretter auf und flog zum Unglücksort. Zum Glück war der Anflug zwischen zwei Wolkenschichten möglich. Der Verletzte, laut Bergwacht handelte es sich um einen Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, wurde mit einer anspruchsvolle „Kappbergung“ an Bord geholt, so Huber – dabei sei der Hubschrauber über Winde und Patient vorübergehend am Berg „gefesselt“. Der Schwerverletzte wurde in der Kochler Wache erstversorgt und danach in das UKM weitergeflogen. Sein beim Steinschlag unverletzt gebliebener Seilpartner wurde im Anschluss ebenfalls per Hubschrauber von der Bergwacht geborgen. Huber lobt die „sehr gute Zusammenarbeit“ mit der Hubschrauberbesatzung. Die beiden Eiskletterer waren laut Bergwacht gut ausgerüstet und erfahrene Alpinisten. Im Einsatz waren bis gegen 16.30 Uhr insgesamt 15 Bergwachtkräfte gewesen. Andreas Baar

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