Das weiße Auto ist weg

Der elektronische Bahnübergang am Posten 10 wurde in Betrieb genommen

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Sind froh, dass die Arbeiten am Posten 10 endlich abgeschlossen wurden: Joachim Randzio, Elke Zehetner, die Stadträte Ludwig Schmuck und Regina Bartusch, Jens Weißflog, Vizebürgermeister Johannes Bauer, die Rathausmitarbeiter Johannes Jauß und Johann Eßel sowie Rico Wolf von der Deutschen Bahn (von rechts).

Fast sieben Monate tat hier ein Mann Dienst am Bahnübergang beim Posten 10. Alle halbe Stunde bediente er per Hand einen Knopf, um die Schranke zu schließen und wieder zu öffnen. Damit ist es nun vorbei, denn die neue elektronische Schrankenanlage wurde vergangene Woche in Betrieb genommen.

Nachdem die DB Netz AG im letzten Jahr ihre Leit- und Sicherungstechnik der Bahnstrecke Tutzing-Kochel auf eine elektronische Stellwerkstechnik umgerüstet hat, war es nötig, die vorhandenen Bahnübergänge der Strecke daran anzupassen und zu modernisieren. Mitte April hatten die Arbeiten mit einer halbseitigen Sperrung begonnen, von Anfang Mai bis Ende Juni war der Übergang für knappe sieben Wochen sogar komplett für die Durchführung der 1,5 Millionen Euro teuren Maßnahme gesperrt. Nicht nur die Anwohner, sondern auch viele Freizeitradler und Fußgänger mussten deshalb Umwege in Kauf nehmen. 

Direkt am Bahnübergang steht das Haus von Joachim Randzio. Er war für zwei Tage komplett von der Außenwelt abgeschnitten. „Kein Müllwagen und kein Post- und Paketdienst kamen mehr durch“, berichtet er. Bürgermeisterin Elke Zehetner entschuldigte sich deshalb auch bei den Anwohnern für die von der Bahn verursachten Unannehmlichkeiten. Gleichzeitig dankte sie den Anwohnern für die „Toleranz und Geduld“. Gegenüber den Verantwortlichen bei der DB aber machte sie ihrem Ärger Luft, denn durch die Vollsperrung wichen die schweren Baufahrzeuge kurzerhand über den Radweg nach Iffeldorf aus. „Der wurde erheblich beschädigt. Inzwischen ist ein Teil wieder hergerichtet, aber das muss vor allem von der Bahn bezahlt werden“, so Zehetner. In Kürze wird der Weg zwischen dem Posten 10 und Breunetsried noch einmal für zwei Tage gesperrt werden. Grund hierfür ist jedoch nicht die Bahn, sondern die Ausbesserung des Straßenbelags, wie Jens Weißflog aus dem Bauamt im Rathaus sagte.au

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