Eltern kriegen Geld

Gemeinde Kochel erstattet umsonst bezahlte Kindergartenbeiträge zurück

+
Endlich wieder gemeinsam toben dürfen Kochels Knirpse in Krippe und Kindergarten. Für die Zeit, in der das nicht möglich war, werden die Eltern entlastet.

Kochel – Seit Mitte März mussten Eltern, die nicht systemrelevanten Berufsgruppen angehören, ihren Nachwuchs selbst betreuen. Dies stellte so manche Familie nicht nur vor organisatorische Herausforderungen, sondern bedeutete auch ein finanzielles Ärgernis, denn die Gebühren für Hort und Kindergarten wurden monatlich weiterhin vom Konto abgebucht. Die meisten Gebührenordnungen sehen nämlich vor, dass Gebühren immer dann fällig werden, wenn die Kinderbetreuungseinrichtung ihre Leistung anbietet, selbst wenn diese von den Eltern nicht wahrgenommen werden kann. Die Gemeinde Kochel hat nun beschlossen, die Gebühren der letzten drei Monate für ihre gemeindliche Kindertagesstätte zurückzuerstatten, sofern keine Notbetreuung in Anspruch genommen wurde. Ganz aus dem eigenen Säckel muss die Kommune dies nicht bestreiten, denn sie kann beim Freistaat Bayern einen pauschalierten Beitragsersatz beantragen.

Nach Erlass einer Allgemeinverfügung des bayerischen Gesundheitsministeriums im Zuge der Corona-Pandemie musste Mitte März auch die Kocheler Kindertagesstätte (KoKita) schließen. Laut der Gebührenordnung bestand die Gebührenpflicht seitens der Eltern jedoch weiter. Wie Bürgermeister Thomas Holz in der vergangenen Gemeinderatssitzung erläuterte, hat die bayerische Staatsregierung inzwischen aber entschieden, die Eltern in der Zeit des Betretungsverbots bei den monatlichen Beiträgen zu entlasten. Für die Monate April, Mai und Juni werde der Freistaat der Gemeinde Kochel als Trägerin der KoKita einen pauschalierten Beitragssatz rückerstatten. Dabei sei noch nicht klar, ob die Gemeinde eine hundertprozentige Erstattung bekomme, führte Holz aus. Unabhängig davon werde die Gemeinde jenen Eltern, deren Kinder tatsächlich nicht in der Betreuung waren, die Gebühren im Zeitraum von April bis einschließlich Juni zurückerstatten. 

Der Rathauschef wies ferner darauf hin, dass eine Rückerstattung bei Inanspruchnahme der Notbetreuung, auch wenn sie nur tageweise erfolgte, grundsätzlich ausgeschlossen sei. Und Holz erklärte: Weil viele Eltern ihren Jahresurlaub nun bereits für die Betreuung ihrer Kinder aufgebraucht hätten, gebe es derzeit erste Gespräche über eine möglichst flexible Betreuung vor allem während der Sommerferien. cw

Auch interessant

Meistgelesen

Der Projektentwickler Küblböck erntet nichts als Lob für seine Edeka-Pläne
Der Projektentwickler Küblböck erntet nichts als Lob für seine Edeka-Pläne
Keine Aussicht auf Erfolg: Petition gegen Abriss des Verstärkeramtes zurückgezogen
Keine Aussicht auf Erfolg: Petition gegen Abriss des Verstärkeramtes zurückgezogen
Wangenknochen und Jochbein gebrochen: Unbekannter schlägt Penzberger ins Gesicht
Wangenknochen und Jochbein gebrochen: Unbekannter schlägt Penzberger ins Gesicht
Mann verliert auf der A95 bei Tempo 180 die Kontrolle über sein Fahrzeug
Mann verliert auf der A95 bei Tempo 180 die Kontrolle über sein Fahrzeug

Kommentare