Eine Stimme für den Osten

Damit Penzberg und das Umland mehr Gewicht in Weilheim bekommen: BfP stellen ihre Kreistagsliste vor

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Wollen nicht länger am Tropf hängen: Bertram Kölsch, Armin Jabs und Wolfgang Sacher (von links) präsentieren die Kreistagsliste der Bürger für Penzberg.

Landkreis – 60 Mitglieder gehören dem Kreistag an, neun davon kommen aus Penzberg. „Zu wenig“, meinen Wolfgang Sacher und Armin Jabs von den BfP. Auf der Ebene der Kreispolitik führe Penzberg ein „Schattendasein“. Nun treten die Bürger für Penzberg mit einer eigenen Kreistagsliste an. 

„Zwei Sitze plus x“, lautet das erklärte Ziel der BfP für die Kreistagswahl am 15. März, wie Wolfgang Sacher ausführt. Er gehört dem Kreistag bereits an, bislang als Teil der Bürger für den Landkreis. Doch von denen haben sich die BfP nun getrennt, um den Fokus noch stärker auf Penzberg und die Umgebung zu legen. „Denn die paar Leute, die für Penzberg im Kreistag sitzen, haben überhaupt keine Macht, die werden einfach nur untergebuttert“, so Jabs. Dabei brauche der Ostlandkreis dringend eine Stimme, sagt der BfP-Bürgermeisterkandidat und betont, es sei nicht nachvollziehbar, dass am Schulstandort Penzberg erst jetzt eine Landkreis-Sporthalle gebaut wurde. „Das wurde 30 Jahre lang versäumt“, sagt Jabs. Im Gegenzug werde das Weilheimer Schwimmbad zum großen Teil vom Landkreis, und damit auch von Penzberg, mitfinanziert. Auch Wolfgang Sacher weiß aus eigener Erfahrung: „Penzberg hängt immer nur am Tropf.“ Und die Umlandgemeinden hätten ohnehin kaum ein Gewicht im Kreistag. Um dies zu ändern, habe man sich im Herbst für eine eigene Kreistagsliste entschieden, wie der stellvertretende BfP-Vorsitzende Bertram Kölsch ausführt. Allerdings sei dies etwas spät gewesen, wie er einräumt. Denn die Sondierungsgespräche mit anderen Wäh­lergruppen – etwa mit den Bürgern für den Landkreis (BfL) – seien da schon gelaufen gewesen. Dennoch wagen es die BfP und sammeln nun die notwendigen 400 Unterstützer­unterschriften. In die Listen kann man sich in jedem Rathaus des Landkreises eintragen. 

In ihrem Wahlprogramm fordern die BfP unter anderem eine niedrigere Kreisumlage, um den finanziellen Spielraum der Kommunen zu erhöhen, den Ausbau des Penzberger Gymnasiums und die Schaffung einer Fach- und Berufsoberschule sowie eine Berufsschule. Auch soll in Penzberg eine Kfz-Zulassungsstelle entstehen und Schuleingangsuntersuchungen wieder ortsnah durchgeführt werden. In Sachen ÖPNV fordern die BfP einen Ausbau der Ost-West-Achse zwischen Bad Tölz und Schongau und die schnellstmögliche Realisierung der MVV-Anbindung des Landkreises. Und eine gute Akutversorgung sowie eine Geburtshilfe sollen ebenfalls gesichert und aufgebaut werden. 

Folgende Kandidaten finden sich auf der BfP-Liste: 1-3 Bertram Kölsch, 4-6 Armin Jabs, 7-9 Wolfgang Sacher, 10-12 Markus Braun, 13-15 Manfred Reitmeier, 16-18 Jürgen Witt, 19-21 Juliane Salcher, 22-24 Stefan Kirner, 25-27 Alfons Tutsch, 28-30 Rüdiger Kammel, 31-33 Dietmar Streidl, 34-36 Erich Sczepanski, 37-39 Michael Kügler, 40-42 Jürgen Wolff, 43-44 Werner Pausch, 45-46 Felix Auer, 47-48 Edward Sommer, 49-50 Bernhard Zach, 51-52 Fabian Höckenrainer, 53-54 Stephan Kammel, 55-56 Alexander Reitmeier, 57-58 Daniela Meyer, 59-60 Mario ­Sacher. dd

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