Neuer Direktor, neues Konzept

Ernst Karl Schassberger will „The Starnbergsee Hideaway“ wieder flott kriegen

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„Französisches Strandcub-Feeling“: Die Liegen im Garten des „The Starnbergsee Hideaway“ können nun am Wochenende von jedem gemietet werden, der Lust auf diesen traumhaften Ausblick hat. Derweil freut sich Direktor Ernst Karl Schassberger (links), dass er Davide Capodieci als Restaurantleiter gewonnen hat
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„Französisches Strandcub-Feeling“: Die Liegen im Garten des „The Starnbergsee Hideaway“ können nun am Wochenende von jedem gemietet werden, der Lust auf diesen traumhaften Ausblick hat. Derweil freut sich Direktor Ernst Karl Schassberger (links), dass er Davide Capodieci als Restaurantleiter gewonnen hat

Seeshaupt – Er hat bei Michel Guérard gekocht und bei Alain Ducasse, später dann hatte er über viele Jahre hinweg einen Michelin-Stern in seinem Stuttgarter Restaurant Ernst Karl, ehe er in Fellbach „Das Esszimmer“ eröffnete. Vergangenes Jahr aber hatte Ernst Karl Schassberger dann keine Lust mehr, jeden Tag hinterm Herd zu stehen. Nach einem kurzen Intermezzo bei einer Agentur für Personalberatung ist der Sohn einer württembergischen Hotelierfamilie nun wieder zu seinen Ursprüngen zurückgekehrt. Schassberger leitet als Direktor das „The Starnbergsee Hideaway“, das lange Zeit so vor sich hin darbte.

Jeans, offenes Hemd und strahlendes Lächeln: Schassberger macht es sich auf der Terrasse des Boutique-Hotels bequem und lässt seinen Blick über den Garten und das Wasser schweifen. Es gibt rund um den Starnberger See ja viele traumhafte Stellen, aber diese hier ist nur schwer zu toppen. „Dass hier ein Hotel nicht läuft, ist eigentlich nicht möglich“, meint er. Das mag sich der Kölner Bauunternehmer Lars Kaiser, der das einstige Lido-Gelände gekauft und darauf das Luxushotel mit den britisch-herrschaftlichen Gebäuden errichtet hat, auch gedacht haben. Doch Kaiser musste bald erkennen, dass die Lage alleine noch kein Selbstläufer für ein erfolgreiches Hotel ist. Immer wieder tauschte er die Direktoren aus, ehe er in einem Akt der Verzweiflung aus dem Hotel eine Burn-out-Klinik machen wollte, was der Gemeinderat letztlich vereitelt hat. Und weil Kaiser und Schassberger sich schon länger kennen, war es nur eine Frage der Zeit, bis der 45 Jahre alte Schwabe eine Anfrage aus Köln erhalten hat. 

Schassberger nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er die Herausforderung beschreibt, der er sich gegenübersieht: „Hier lag schon einiges im Argen“, sagt er, „aber wir haben die Scherben aufgekehrt und einen Neustart hingelegt.“ So will er der herrschaftlichen Architektur des Hauses ein „legeres Feeling“ gegenüberstellen. „Wir möchten einen Rückzugsort schaffen, so dass sich unsere Gäste wie bei ihrer Familie fühlen“, sagt er. Und Schassberger will das Hideaway nach außen öffnen, für Leute, die am See oder in der Umgebung wohnen und kein Zimmer gebucht haben. Von Freitag bis Sonntag ist es nun möglich, eine Liege online zu buchen und den Tag im Hotelgarten am See zu verbringen, wobei Schassberger ein „französisches Strandclub-Feeling“ vorschwebt. Genauso wichtig auf dem Weg zur Neupositionierung ist auch das Restaurant „800 Grad Lake­side“, das seinen ungewöhnlichen Namen der Tatsache verdankt, dass in der Küche ein 800-Grad-Montague-Gasgrill steht, der dass Fleisch durch die hohe Gartemperatur karamellisieren lässt. Von Dienstag bis Samstag gibt es hier ab 18 Uhr vor allem Steaks in allen möglichen Variationen. Für das Restaurant hat sich Schassberger zudem zwei neue Profis geholt: Davide Capodieci als Restaurantleiter und Tony Osterburg als Küchenchef, die beide zuvor in München tätig waren. „Wir bieten eine gute und ehrliche Küche und brauchen uns mit unserem Restaurantteam nicht zu verstecken“, betont er. Wer bei Ducasse hinterm Herd stand, der weiß, wovon er spricht. la

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