Meditativer Rundkurs am Kloster

Eröffnung: Benediktbeuern hat jetzt offiziell einen Benediktusweg

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„Sinnvoller Weg“: Abtpräses Barnabas Bögle und die Künstlerin Margit Unterthiner – beide aus Ettal.
  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
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Benediktbeuern – Das Klosterdorf Benediktbeuern hat eine neue Attraktion: Der Benediktusweg wurde am Sonntag (11. Juli) feierlich eröffnet.

Angesichts der Benediktbeurer Großprojekte in der Dorferneuerung – Neugestaltung des Gemeindeparks (rund 350.000 Euro), Ausbau der Asamstraße (800.000 Euro) oder Neugestaltung und Sanierung von Dorfplatz und Dorfstraße (geschätzte drei Millionen Euro) – kommt der neue Benediktusweg bescheiden daher. Auf rund 33.300 Euro belaufen sich die Kosten. Immerhin 61 Prozent beziehungsweise knapp über 20.000 Euro schießt das Amt für ländliche Entwicklung als Förderung dazu, den Rest trägt die Gemeinde.

Stolz auf den „Mosaikstein“: Bürgermeister Anton Ortlieb (am Pult) begrüßte vor der Benediktus-Skulptur die Gäste.

Dennoch sei der neue Rundweg ein „großer, feiner Mosaikstein“ im Angebot des Orts, wie Bürgermeister Anton Ortlieb (Benediktbeurer Bürgervereinigung) am vergangenen Sonntag bei der feierlichen Einweihung des Wegs samt Benediktus-Skulptur betonte. Ortlieb betonte die Bedeutung des örtlichen Klosters, der Historie des Benediktinerordens vor Ort und dem Wirken der Salesianer Don Boscos ab 1930 im Dorf. Der Rathauschef dankte zudem der Skulptur-Schafferin und Bildhauerin Margit Unterthiner aus Ettal sowie der Familie Höck, die das Eschenholz für das Kunstwerk und Eiche für die Stationen gestiftet hatte.

Eine schöne, kleine Perle“

Josef Holzmann vom Amt für ländliche Entwicklung

Seit genau zwei Jahrzehnten läuft in Bayern die Dorferneuerung. Josef Holzmann, Leiter des Münchner Amts für ländliche Entwicklung, war eigens angereist, um sich ein weitere Projekt aus seinem Wirkungskreis anzuschauen. Der Benediktusweg sei eine eine „schöne, kleine Perle“, würdigte Holzmann. Eine Perle, die sicher „eine Strahlkraft“ über die Grenzen der Gemeinde habe.

Klöster sollen die „liebende Gegenwart unseres Gottes verdeutlichen“: Pater Claudius Amann freut sich über den Rundweg.

Die Kommune hatte sich als Partner die katholische Kirchenstiftung St. Benedikt und die Salesianer Don Boscos mit ins Boot geholt. Kloster-Einrichtungsleiter Pater Claudius Amann zeigte sich „so was von dankbar“ über den Benediktusweg, der den Besuchern vor allem eine „Form der christlichen Spiritualität“ vermitteln solle. Pfarrer Heiner Heim schwärmte von einer „gesegneten Landschaft“ mit der „Kathedrale des Loisachtals“ mittendrin – eine „benediktinische Landschaft“, die mit dem Rundweg eine wunderbare Ergänzung erhalten habe. Die Segnung der frisch enthüllten Skulptur nahm Barnabas Bögle, Abt der Benediktinerabtei Ettal und Abtpräses der Bayerischen Benediktinerkongregation, vor. Der Rundweg möge den Nutzern „geistliche Nahrung“ liefern, hoffte Bögle. Unter anderem wünschte sich der Abtspräses dass viele Besucher, die den Rundgang beschreiten, dadurch „das Evangelium kennenlernen“. Er dankte im Namen seines Ordens dafür, „dass es diesen sinnvollen Weg gibt“.

Infos zum Weg

Weitere Infos zum neuen Bendiktusweg und eine Übersichtskarte zu den Stationen gibt es im Internet unter
www.benediktbeuern.de.

Der Benediktusweg führt zu zwölf Stationen rund um die Klosteranlage in Benediktbeuern - die Basilika ist im Blick.

Der circa 2,5 Kilometer lange Benediktusweg verläuft rund um die Klosteranlage. Es gibt zwölf Stationen mit Impulsen aus der Regel Benedikt. Auf den Stelen finden sich Texte zu Themen, die dem Ordensvater Benedikt am Herzen lagen – wie „Das Miteinander der Generationen“, „Offenheit gegenüber Fremden“ und „Achtsamkeit gegenüber der Schöpfung“. Über QR-Codes kann man Erläuterungen abrufen und sich die Texte als Audiodatei anhören. Start ist am Großparkplatz des Klosters.

„Außerordentlicher Auftrag“

Die Idee für den Benediktusweg ging von Christian Höck, Mesner und im Vorstand der örtlichen Dorferneuerung, aus. Die Texte hat die Autorin Petra Altmann verfasst. Es sei ein „außerordentlicher Auftrag“ gewesen, erinnerte sich die Expertin. Interesse an dem Rundweg ist bereits vorhanden: So hat das Kreisbildungswerk für heuer schon zwei Veranstaltungen dort im Programm.

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