Spezialistin für Darmkrebs

Erste Chefärztin am Klinikum Penzberg - das hat Susanne Rogers vor

Chefärztin Dr. Susanne Rogers steht vor dem Klinikum in Penzberg.
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Dr. Susanne Rogers ist neue Chefärztin am Klinikum Penzberg.

Penzberg- Das Klinikum Penzberg hat die erste Chefärztin: Dr. Susanne Rogers (52) leitet die Allgemein- und Viszeralchirurgie. Die Darmkrebs-Spezialistin „hat noch viel vor“, wie sie ankündigt.

Eigentlich ist die Medizinerin bereits seit Juli 2018 am Penzberger Klinikum tätig. „Mit Dr. Rogers erleben wir seit zweieinhalb Jahren eine Erfolgsgeschichte“, stellt Geschäftsführer Claus Rauschmeier zufrieden fest. Die Abteilung der Allgemein- und Viszeralchirurgie gab es vor ihr in „dieser Ausprägung“ nicht, erklärt die 52-jährige Bauchchirurgin. Rogers Vorgänger Dr. Rainer Miksch wird sich nun mehr auf die Unfallchirurgie konzentrieren.

Seit 2018 in Penzberg

Rogers Schwerpunkte liegen bei der onkologischen und der kolorektalen Chirurgie. Im Jahr 2019 wurde sie von der Deutschen Krebsgesellschaft zum Senior-Darmoperateur ernannt. Für diese Qualifikation müssen innerhalb von fünf Jahren eine gewisse Anzahl von Operationen an Patienten mit Darmkrebs nachgewiesen werden. Auch sonst ist die Liste von Fortbildungen und Zusatzbezeichnungen der in München geborenen Chirurgin lang. Die Spezialistin war zuvor sieben Jahre Oberärztin für die Abteilung der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Krankenhaus in Agatharied und baute dort das Darmkrebszentrum mit auf. Als Rogers 2018 nach Penzberg kam war die Gastroenterologie – die Abteilung für Magen- und Darmkrankheiten – bereits gut entwickelt. In den letzten zweieinhalb Jahren merke man auch, dass der „Zuspruch steigt“ und das Haus zwar klein sei „aber mittlerweile eine bekannte und ernst zu nehmende Adresse“ geworden ist, erklärt Geschäftsführer Rauschmeier. Patienten der Bauchchirurgie, auch Darmkrebspatienten, seien in den vergangenen Jahren mehr geworden. Die Ärztin schätzt, dass sich die Zahl bis Ende 2021 verdreifachen wird.

Bauchmedizin vorantreiben

Sie sei damals „überwältigt von dem kleinen Haus und der Qualität“ gewesen, erinnert sich Rogers an ihre Anfänge in Penzberg. „Das liegt auch an der Motivation der Mitarbeiter““, betont sie und bekräftigt: „Ich habe viel gemacht in den letzten zwei Jahren und habe auch noch viel vor.“ Die Chirurgin will unter anderem im Bereich Bauchmedizin die Spezialisierung vorantreiben. Eingeführt hat sie bereits eine wöchentliche Tumorkonferenz mit den Kliniken Starnberg und Seefeld, bei den schwierige Fälle besprochen werden. Die letzten zwei Jahre seien eine „Tour de France“ gewesen, so Rogers – bei der auch komplexe Operationen anstanden. Den Anspruch „dass ein Patient genauso behandelt wird wie in einer großen Klinik“, der sei im Penzberger Haus mit dessen ärztlichem Leiter Dr. Florian Brändle auf jeden Fall erfüllt, betont die 52-Jährige. Das örtliche Angebot sei wichtig. „Die Menschen wollen eigentlich hier in der Region bleiben.“

Tagesklinik eröffnet

Zudem wird eine onkologische Tagesklinik am Klinikum vorangetrieben. Diese soll im Dezember fertig sein. Bereits zum 1. April hatte das Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) seine Pforten geöffnet. Dieses stelle für die Tumorversorgung innerhalb des Klinikverbunds „eine wichtige Ergänzung“ dar, heißt es von den Betreibern. Geschäftsführer der GmbH ist Klinik-Chef Rauschmeier. Die ärztliche Leitung übernimmt Dr. Michael Sandherr, der zugleich Ressortleiter der Hämatologie und Onkologie an den Kliniken in Penzberg und Starnberg ist. Neben dem Hauptstandort in Penzberg gibt es Filialpraxen in Weilheim, Bad Tölz und Im Münsing.

Viktoria Gray

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