Die Fachklinik in Bad Heilbrunn wurde vor 30 Jahren eröffnet

Über 180.000 Patienten behandelt

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Seit 30 Jahren ein fester wirtschaftlicher Bestandteil von Bad Heilbrunn: die Fachklinik am Wörnerweg.

Bad Heilbrunn – Orthopädie, Unfallchirurgie, Neurologie, Diabetologie, Kardiologie oder auch Transplantationsnachsorge: Die Bad Heilbrunner Fachklinik für Spezialisierte Akutmedizin und Medizinische Rehabilitation kann mit einem breiten Behandlungsspektrum aufwarten - und das seit 30 Jahren. 

Als an einem grauen Herbsttag des Jahres 1988 schräg gegenüber der Schule in Bad Heilbrunn der riesige Gebäudekomplex nach gut 470 Tagen Bauzeit eröffnet wurde, konnte keiner ahnen, dass sich dort eine große Erfolgsgeschichte anbahnen würde. Wenn die auf Akutmedizin und Medizinische Rehabilitation spezialisierte Fachklinik in diesen Tagen ihr 30-jähriges Bestehen feiert, dann stehen in der Bilanz mehr als 180.000 Patienten, die dort behandelt und begleitet wurden. „Dieser Erfolg ist vor allem der Verdienst unserer Mitarbeiter, die an 365 Tagen im Jahr mit einem größtmöglichen Maß an Menschlichkeit mit unseren Patienten umgehen“, so Alexander Heim, der kaufmännische Direktor der Fachklinik. 

Bereits 1986 klopfte Rudolf Schäfermeier, der ehemalige Geschäftsführer der m&i-Klinikgruppe Enzensberg, an die Rathaustüren und informierte den damaligen Bürgermeister Martin Bachhuber über sein Vorhaben, eine Fachklinik in Bad Heilbrunn bauen zu wollen. Bachhuber und der Gemeinderat brauchten nicht lange, um die große Chance zu erkennen, die dieses Projekt für Bad Heilbrunn bot: Am 15. Oktober 1986 hat das Kommunalparlament einstimmig für den Bau der 47 Millionen D-Mark teuren Klinik gestimmt. 

Nachdem im Juli 1987 die ersten Baugenehmigungen erteilt waren, rollten kurze Zeit später darauf die Bagger an den Wörnerweg. Mitte November 1988, rund 780 Tage nach der ersten Kontaktaufnahme mit der Gemeinde, wurde das „Bauwunder von Bad Heilbrunn“, wie die Klinik damals oft betitelt wurde, feierlich eröffnet. Unter den Ehrengästen war auch der damalige Ministerpräsident Max Streibl, der die Klinik als „beispielhaft für ganz Bayern“ bezeichnete. 

Seit nunmehr 30 Jahren zählt die Fachklinik, in der 400 Menschen beschäftigt sind, mit ihrem bundesweit einmaligen Behandlungsspektrum zu den modernsten Einrichtungen dieser Art in der Spezialisierten Akutmedizin und der Medizinischen Rehabilitation, in der pro Jahr rund 6.000 Patienten behandelt werden. Neben Orthopädie, Neurologie und Innere Medizin/Kardiologie als Kerndisziplinen verfügt die Klinik über ein Zentrum für Diabetes- und Stoffwechselerkrankungen, das Diabetespatienten aller Stadien mit modernsten Verfahren zur Seite steht. In der Abteilung Nephrologie/Transplantationsnachsorge werden darüber hinaus stationäre Rehabilitationen nach Organtransplantation sowohl nach dem operativen Eingriff als auch im Rahmen der Langzeitnachsorge durchgeführt. „In den letzten Jahren hat sich unser Spektrum erweitert, so dass wir auch Rehabilitationen für Nierenspender, Dialysepatienten und Patienten mit noch nicht terminaler Niereninsuffizienz anbieten“, betont Alexander Heim. 

Damit ist das medizinische Spektrum aber noch nicht vollständig abgedeckt. In Bad Heilbrunn steht nämlich auch die konservative Akut-Orthopädie zur Verfügung, eine schonende Alternative zu schweren Operationen am Bewegungsapparat, die in rund 80 Prozent der Fälle eine Bandscheiben-OP verhindern kann. In der Fachabteilung für Neurologie bietet die Fachklinik ferner stationäre Behandlungen nach Schlaganfällen, Blutungen, Operationen an Gehirn und Rückenmark sowie Schädel-Hirn- und Rückenmarksverletzungen sowie für Patienten, die an Parkinson oder Multipler Sklerose erkrankt sind, an. Und schließlich gibt es dort noch das integrierte Zentrum für Schluckstörungen, das auf der Basis hochspezialisierter Diagnostik und Therapie inklusive sprachtherapeutischer, ernährungswissenschaftlicher und pflegerischer Betreuung arbeitet. „Von größter Bedeutung bleibt für uns in allen medizinischen Fachbereichen die Einbeziehung der Patienten in den Behandlungsverlauf, in dem wir sie bei ihrem Weg zurück in den Alltag begleiten und die Behandlung mit ihnen gemeinsam auf ihre Bedürfnisse abstimmen“, so Alexander Heim. 

In den kommenden Jahren warten neue Herausforderungen auf die Fachklinik, die vor allem in der älter werdenden Gesellschaft zu finden sind. Die demographische Entwicklung führt nämlich dazu, dass im Jahr 2030 jeder zweite Bundesbürger älter als 50 Jahre sein wird. „Dieses Kollektiv muss folglich einen großen Beitrag zur Finanzierung unseres Rentensystems leisten. Das kann nur gelingen, wenn diese Menschen möglichst lange im Erwerbsleben stehen, was wiederum ein funktionierendes Gesundheitswesen voraussetzt“, so Heim. Dabei zeigt er sich zuversichtlich, dass die Fachklinik „mit unserer medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Kompetenz aus 30 Jahren“ diese Herausforderung auch meistern wird. Übergeordnetes Ziel dabei sei, „weiterhin das Beste für unsere Patienten zu geben“, erklärt Alexander Heim. la

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