Stadtrat entscheidet

Fahrradfahren in Penzberg: Schutzstreifen an Bichler Straße vorerst ausgebremst

Die Bichler Straße in Penzberg mit der neuen Fußgängerampel.
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An der Bichler Straße gibt es erstmal keine Schutzstreifen für Radfahrer.

Penzberg – An der Bichler Straße in Penzberg gibt es vorerst keinen Schutzstreifen für Fahrradfahrer. Der Stadtrat lehnte den Grünen-Antrag ab. Das Thema soll aber nochmal auf die Tagesordnung.

Die Grünen-Fraktion wollte an der Bichler Straße eine komplette Lösung haben: Von der Straße des 28. April 1945 bis hoch zur Bahnhofstraße sollte die Stadt einen Schutzstreifen als Angebot für die Radfahrer einrichten. Am besten beidseitig und durchgängig. Per Änderungsantrag vom 4. Oktober rückte die Fraktion allerdings von ihrer Maximalforderung ab – und gestand im Hinblick auf die bestehenden Parkmöglichkeiten an der Straße zu, dass das Vorhaben „erst nach Fertigstellung des provisorischen Parkplatzes am alten Schlachthof“ erfolgen soll. Wie berichtet, will die Stadt ihr altes Gebäude an der Karlstraße abreißen, und bis zu einer künftigen Nutzung als Parkplatz nutzen. Am 15. Januar sollen laut Stadtbaumeister Justus Klement die Ausschreibungen rausgehen.

„Mehr Sicherheit schaffen“

Mit dem Streifen für die Radfahrer gehe es darum, „mehr Sicherheit zu schaffen“, argumentierte Grünen-Fraktionschefin Kerstin Engel. „Die Straße ist stark befahren.“ Allerdings räumte sie durchaus „ein kleines Parkproblem“ ein – dem Streifen drohen nämlich die Stellplätze vor den Reihenhäusern im nördlichen Bereich der Bichler Straße zum Opfer zu fallen. Eine Zukunft, die Fraktionskollege John-Christian Eilert jedoch nicht für dramatisch hält: „Das kann man zumuten“ sagte er und verwies darauf, dass öffentliche Straßen nicht automatisch als Stellplätze zu nutzen seien.

Stadt sieht es kritisch

Mit dem Schutzstreifen hatte sich die Verwaltung nie anfreunden können. Ordnungsamtschef Peter Holzmann hatte mehrfach auf die fehlende Straßenbreite und vor allem auf die dann wegfallenden Parkmöglichkeiten hingewiesen. Holzmann warnte zudem davor, „ein Stückwerk“ zu machen. „Wir brauchen ein Mobilitätskonzept.“ Holzmanns Vorschlag: Erstmal ein solches Konzept für den südöstlichen Innenstadtbereich inklusive der Wohnquartiere ausarbeiten – eventuell mit Einbahnregelungen für die Sigmundstraße und Gustavstraße mit Anwohnerparkausweisen. Ein Vorschlag, denn letzendlich auch die Grünen mittragen konnten. Ihr Antrag wurde einstimmig abgelehnt – und zurückgestellt, bis die Verwaltung Vorschläge für eine Parkraumbewirtschaftung und ein Verkehrskonzept auf den Tisch legt. Dies soll bis Mitte Januar geschehen. Andreas Baar

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