Im Flug oder mit dem Bagger

Kurz vor der Wahl wollen Penzbergs Narren beim Gaudiwurm das Rathaus stürmen

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Tag der offenen Tür: Superwoman fliegt ins Rathaus.

Penzberg – Parteien und parteifreie Listen nehmen am Faschingsumzug teil und sich selbst aufs Korn, Bürgermeisterkandidaten klauen sich gegenseitig die Ideen und baggern um die Wette und Superhelden stürmen das Rathaus: das war der Gaudiwurm in Penzberg.

Einen würdigen Abschluss zum 50. Jubiläum stellte das OK Fasching mit seinem Gaudiwurm am Sonntag auf die Beine. Mit 18 Wagen und Fußgruppen schlängelte sich der Zug durch die Innenstadt, ehe es für die nach Polizeiangaben rund 8.000 Besucher am Stadtplatz zur Jubiläumsparty ging. Von zwei aufwändig gestalteten Jubiläumswagen winkten noch einmal die ehemaligen Prinzen und Prinzessinnen, Elferräte und Gardefrauen. 

Penzbergs Narren wollen beim Gaudiwurm das Rathaus stürmen

Hans Mummert unternimmt als Horst Schlemmer einen letzten Versuch. © au
Stefan Korpan baggert. © au
Franz und Inge Wagner, das erste Penzberger Prinzenpaar, winkt huldvoll in die Menge. © a u
Fiese Fratze: der Joker. © au
Auch Markus Bocksberger hat im Bagger Platz genommen. © au

Die Verantwortlichen des OK waren heilfroh, dass die angekündigten Sturmböen die Innenstadt weitestgehend verschonten und alle aufwändig gestalteten Wagen standhielten, was die Jungritter aber nicht davon abhielt, das Rathaus zu stürmen. Hilfe bekamen sie dabei von den herbeigerufenen Superhelden wie Batman, Hulk oder dem über Leichen gehenden Joker. Über eine Seilrutsche flogen sie dem Rathaus entgegen und wurden entweder mit offener Tür empfangen oder prallten gegen diese, wofür zur Strafe ein Regen aus Sägespänen über sie niederging. Glück hatte dabei Bürgermeisterin Elke Zehetner, die von Superman auf den Wagen gezogen wurde, um in ihr Rathaus zu rutschen. Derweil wetteiferten die Bürgermeisterkandidaten Korpan und Bocksberger in Minibaggern um die Gunst der Narren. Während Stefan Korpan schon mal mit dem Tunnelbau am Bahnhof begann, ratterte Markus Bocksberger mit dem Fußvolk von „Penzberg Miteinander“ hinterher und kratzte an der U-Bahnstrecke zwischen Olympiazentrum Berghalde, Gewerbegebiet Wasserturm und dem Tempodrom Wölfl am Asphalt. 

Natürlich durfte auch die bevorstehende Schließung des Postgebäudes und die Eröffnung einer Filiale im Rewe-Markt nicht fehlen. An der wenig appetitlichen Ladentheke wurde der Standardbrief neben Blut- und Leberwürsten verkauft, wobei der Stempel schon mal auf der Wurst und nicht auf den Briefen landete. Mit einem abgesperrten Steg sicherte die Wasserwacht die Lage und versprach „Ob Floß, ob Steg, ob Boot, wir retten jeden aus der Not“. Den dummen August, der in keinem Zirkus fehlen darf, machte sich der ESV zu eigen und die Ringer tanzten als Hippie-Schar zu Klängen von Abba & Co. au

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