Prinzengarden aus der Region beeindrucken mit zum Teil waghalsigen Hebefiguren

Tanzen nur für den Spaß

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Große Körperelastizität gefragt: akrobatische Flugeinlagen mit hoher Präzision.

Benediktbeuern – Wenn das mal keine farbenfrohe Einstimmung auf die heiße Phase des diesjährigen Faschings war: 14 Garden aus der Region trafen sich im Benediktbeurer Gasthof zur Post und zeigten allesamt eindrucksvolle Choreographien. 

Christiane Irmler, der stellvertretenden Vorsitzenden der Beira Maschkera, stand die Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben, als sie Garde für Garde im voll besetzten Saal nach vorne aufs Parkett rief. Dort präsentierten die Gardedamen und auch ein paar Gardejungs dann ein Feuerwerk an Tänzen. Wie sehr es da auf jedes Detail ankommt, konnte das Publikum beim direkten Vergleich der einzelnen Garden selbst sehen. Dennoch: Alle Formationen traten mit dem gleichen Ehrgeiz an und bereiteten sich akribisch auf ihre Auftritte vor. Da wurde oben auf der Empore noch eifrig Rouge aufgetragen, Lippenstift nachgezeichnet, das eine oder andere Kostüme zurecht gezupft oder ein Mieder geschnürt. 

„Gardemädchen zu sein, ist ein riesiges Hobby“, befand etwa Amelie Greif. Die 22-Jährige der Garde aus Schwabsoien nimmt an Treffen wie jenem in Benediktbeuern schon deshalb gerne teil, „weil es einfach schön ist, andere Garden zu erleben“. Freilich, das räumt sie gerne ein, gehe es auch darum, sich bei den Auftritten der Konkurrenz ein paar Ideen und Anregungen zu holen. Vor allem aber schätzt Amelie die Atmosphäre ganz ohne Wettbewerbsgedanken. „Es geht hier nicht ums Weiterkommen, jeder hat den gleichen Spaß“, strahlt sie. Und natürlich will jeder sein mit viel Eifer einstudiertes Programm präsentieren. 

Kathi Haslach, ebenfalls 22 Jahre alt, hat schon beim Kinderfasching erste Gardeluft geschnuppert, das Tanzen im Team hat sie dann beim Cheerleading vertieft. Jetzt ist sie längst fester Bestandteil der Schwab­soier Garde und voller Vorfreude auf den Auftritt: „Seit Mai arbeiten wir gezielt auf unser Programm hin“, berichtet sie - während ihr ihre Kollegin noch hilft, das Kostüm auszurichten. Dann geht es auch schon fast aufs Parkett. Davor stand aber noch der Marsch der Schongauer Prinzengarde auf dem Programm. Die Mädchen beeindruckten dabei mit waghalsigen Hebefiguren und ernteten dafür auch reichlich Applaus. 

Insgesamt bekamen die Benediktbeurer einen enorm abwechslungsreichen Abend geboten, in dessen Rahmen auch die eigene Kinder-, Jugend- und Prinzengarde Benediktbeuern, die Prinzengarde Bichl sowie die Garden aus Penzberg, Unterhaching, Peißenberg, Pöcking, Sindelsdorf, Pforzen, Hohenfurch und Gmund zu sehen waren. arr

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