Geldautomat in der Gunst

Am Habacher Rathaus soll Raiffeisenbank-Schriftzug stehen bleiben, obwohl es keinen Schalter mehr gibt

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Soll nicht entfernt werden: Ein Raiffeisenbank-Schriftzug ziert die Fassade des Rathauses, und das soll auch nach Einzug der Allianz so bleiben. Immerhin gibt es noch den Geldautomaten im Erdgeschoß des Gebäudes.

Habach – Nachdem die Bank in Habach die Schotten dicht gemacht hat, gibt es nur noch einen Geldautomaten, an dem die Habacher Bares abheben können. Statt eines Schalters befindet sich nun die Allianz im Erdgeschoß des Rathauses. Einen Schriftzug, der auf deren Einzug hinweist, soll jetzt angebracht werden. Doch das Wort „Raiffeisenbank“ samt Logo wird nach wie vor die Fassade zieren.

Ein 68 mal 75 Zentimeter großes blau-graues Schild mit der Aufschrift „Allianz Rebecca Kühne Hauptvertretung“ soll an der Wand des Rathauses einen Platz finden, außerdem ein kleines Schild sowie eine Folie an der Eingangstür. Eine Filiale der Allianz ist in das Gebäude an der Hauptstraße eingezogen, und das soll auch jeder sehen. Dagegen einzuwenden hatte der Habacher Gemeinderat eigentlich nichts. Nur den alten Raiffeisenbank-Schriftzug möchte man ungern abnehmen. „Was mir nicht so gefällt: Wir sollen die Entfernung des Schriftzugs und die Instandsetzung der Fassade übernehmen“, sagte Bürgermeister Michael Strobl in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Etwas anderes missfiel dagegen Gemeinderat Klaus Mair: „Was weist dann auf den Geldautomaten hin?“, fragte er kritisch in die Runde. Im Falle einer Entfernung des Schriftzuges würde nur noch eine eckige Säule, die nachts leuchtet, auf die Möglichkeit, Geld abzuheben, hinweisen. Doch der Automat müsse ja einen gewissen Umsatz machen, damit dieser rentabel sei und im Dorf bleiben könne, gab Mair zu bedenken. Michael Aigner pflichtete seinem Kollegen bei und schlug vor, ein entsprechendes Schild anzubringen, „nicht für den Einheimischen, der sucht nach nichts“, sondern für Auswärtige. Michael Leiß nickte zustimmend: „Wir haben so hart gekämpft, dass der Automat da bleibt“. 

Strobl musste derweil an den Defibrillator denken, der sich ebenfalls im Erdgeschoß des Rathauses befindet. „Auf den sollte auch hingewiesen werden“, so der Bürgermeister. Christian Baumgärtel schlug schließlich vor, den Raiffeisenbank-Schriftzug einfach an Ort und Stelle zu lassen, die Allianz könne ihr Schild ja darunter anbringen. „Wir probieren das mal“, meinte Rathauschef Strobl, die Allianz habe ohnehin nur einen auf zwei Jahre befristeten Mietvertrag. Und was den Defibrillator angeht, um auf den Retter in der Not hinzuweisen, soll zusätzlich ein Schild an die eckige Säule angebracht werden. ra

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