Eintracht in Tracht

Zweimal länger gefeiert: Das erste Volksfestwochenende auf der Berghalde verlief friedlich

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Festwirt Christian Fahrenschon freut sich über die friedlichen ersten Tage auf der Berghalde.

Penzberg – Überall Dirndl und Lederhosen, in den Händen der Feiernden im Zelt Masskrüge, in den Händen der Kinder vor dem Zelt Tüten mit gebrannten Mandeln und erspickerte Kuscheltiere. Ein Blick auf die ersten Tage des Penzberger Volksfestes, die Festwirt Christian Fahrenschon froh stimmen. 

Als sie ihm zuwinkt, schreitet er in langsamen Schritten zu ihr. Am Tag der Volksfest­eröffnung holt Bürgermeisterin Elke Zehetner Festwirt Christian Fahrenschon zu sich, um sich mit ihm, ganz traditionell, eine Kutsche zu teilen, die dem Festzug vom Stadtplatz zur Berghalde voranfährt. Eigentlich findet es Fahrenschon ganz schön vor dem Rathaus, wo Freibier ausgeschenkt wird. Doch auf der Berghalde wartet das erste lange Wochenende auf ihn. Und das hat er sich hart erkämpft. 

Bereits beim Auftakt auf dem Stadtplatz war die Stimmung gut, die der Besucher, aber auch die von Festwirt Christian Fahrenschon, der, als es Zeit war, in die Kutsche zum Festplatz zu steigen, gemächlich Richtung Gespann marschierte. „Es war grad so schee“, lachte er. Doch dass es ebenso schee auf der Berg­halde sein wird, dessen war sich der Wirt zu diesem Zeitpunkt auch recht gewiss, „wenn das Wetter so bleibt“ und auch die gute Laune der Leute, sagte Fahrenschon, während die Sonne auf seine Filztrachtenweste brannte. Immerhin können das gute Wetter und die gute Laune in diesem Jahr länger tanzend und trinkend auf den Bierbänken genossen werden, zumindest an den beiden Frei- und Samstagen, an denen erst um 1 Uhr die Schotten dicht gemacht werden. 

Eine Vier-Tage-Regelung, die Fahrenschon im vergangenen Herbst vom Stadtrat zugesichert worden war, vor wenigen Wochen dann aber nicht im Auflagenbescheid enthalten war, sodass Fahrenschon die Angelegenheit gerichtlich klären lassen wollte. Außergerichtlich hatten sich die Stadt und der Festwirt dann aber auf die vier Verlängerungen geeinigt, trotz der Sicherheitsbedenken der Polizei. Denn noch im vergangenen November hatte sich Jan Pfeil, Leiter der Penzberger Polizeiinspektion, bereit erklärt, anlässlich des Stadtjubiläums zwei längeren Tagen zuzustimmen, aufgrund der personellen Situation der Penzberger Inspektion, aber keinen vier längeren Nächten. 

Eines der beiden Wochenenden ist bereits rum. Am ersten Abend, der zugleich auch der erste längere Abend war, zog ein Festzug aus Trachtlern, Stadträten und Musikanten auf die Berghalde, wo Elke Zehetner das erste Fass anzapfte, ehe die Stadt- und Berg­knappenkapelle aufspielte. Polizisten verschlug es da keine auf die Berghalde, nur eine Polizeistreife, die dem Festzug den freien Weg zum Platz bereitet hatte. Bereits von Anfang an ein wachsames Auge auf das Treiben warf aber das Sicherheitspersonal vor dem Zelt und auch im Inneren. Doch viel zu tun hatten diese nicht, denn auch bis 1 Uhr geöffnet ist das „Volksfest immer noch ein friedliches“, sagt Fahrenschon. Vielleicht auch ein Grund, aus dem Jan Pfeil, Leiter der Penzberger Inspektion, noch keine Bilanz zum ersten langen Wochenende ziehen möchte. Der Festwirt jedenfalls blickt zufrieden auf die vergangenen Tage, „98 Prozent der Leute“ seien in Tracht gekommen, lächelt er, der ein „angenehmes Publikum“ in seinem Zelt bewirtet habe. Wobei, zufrieden sei er eigentlich nicht, „es könnte immer mehr sein“, lacht der Wirt. ra

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