Dreierpack mit Mengenrabatt

Brückensanierungen: Bad Heilbrunner Ferienausschuss gibt Ausschreibungen in Auftrag

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Muss saniert werden: die Steinbach-Brücke in Richtung Bichl.

Bad Heilbrunn – Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. So kam wegen der Corona-Pandemie in Bad Heilbrunn jüngst statt des Gemeinderats ein sogenannter „Ferienausschuss“ zusammen, der weitestgehend mit dem beschließenden Bauausschuss identisch ist.

Der Ausschuss diskutierte die geplante Sanierung von drei in die Jahre gekommenen Brücken, die heuer durchgeführt werden hätte sollen. „Einsturzgefährdet ist keine der drei Brücken“, sagte Bürgermeister Thomas Gründl, nicht ohne hinterherzuschieben: „Aber der Gemeinderat ist zu dem Entschluss gekommen, die Sanierung der gemeindlichen Brücken in Angriff zu nehmen, ehe sie so marode sind, dass sie komplett abgerissen werden müssen. Dann würde es nämlich richtig teuer werden.“ Der Sanierungsbedarf war vom Lenggrieser Büro „OK Ingenieure“ bei einer routinemäßigen Überprüfung festgestellt worden. Wenn die Maßnahmen nun im Dreierpack ausgeschrieben werden, so scheint die Hoffnung des Gemeinderats, könnte ein gewisser Mengenrabatt erzielt werden. Saniert werden sollen im kommenden Jahr die Steinbach-Brücke am Ortsausgang von Obersteinbach Richtung Bichl, die Schellenbach-Brücke am Ortsausgang von Langau Richtung Schönau sowie die Stallauerbach-Brücke auf der Ortsverbindungsstraße zwischen dem gemeindlichen Bauhof und dem Ortsteil Ramsau. 

Probleme wegen der Straßensperrung während der Bauarbeiten gebe es lediglich bei Letzterer, wie Planer Franz Ostler vor dem Ausschuss ausführte. Hier wäre der zwischenzeitliche Bau einer Behelfsbrücke angedacht, geschätzter Kostenpunkt: rund 70.000 Euro. 

Mit diesem Gedanken wollte sich Josef Schwaller gar nicht anfreunden: „Wäre es da nicht besser, den Feldweg zwischen der Reindlschmiede und Ramsau als Umfahrung zu nutzen. Wenn wir diesen Weg entsprechend in Stand setzen, kostet das zwar auch Geld, aber dann haben wir auch hinterher etwas davon. Mit der Behelfsbrücke ist das Geld nach der Maßnahme aber fort, ohne dass wie irgendeinen Langzeitnutzen davon haben.“ Rathauschef Gründl gab zu, „dass dieser Gedanke durchaus einen gewissen Charme hat“, befürchtete aber, dass die vorgeschlagene Ausweichroute „nicht funktionieren“ würde. Der angesprochene Feldweg sei bei Gegenverkehr einfach zu ­schmal. Da könnten sowohl der Schulbus als auch die Lastwagen der Müllabfuhr Probleme bekommen. Und für knapp 5.000 Fahrzeuge täglich sei der Feldweg für die rund drei Monate dauernde Bauzeit einfach nicht geeignet. Vor allem bei Regenwetter seien da Schwierigkeiten vorprogrammiert. „Da kann ich mich dann gleich mit dem Bulldog daneben stellen, um die Fahrzeuge wieder aus dem Morast zu ziehen“, meinte Ausschusskollege Christoph Spindler. 

Abschließend beauftragte der Ausschuss Planer Franz Ostler einstimmig damit, die Ausschreibungen für die Brückensanierungen im kommenden Herbst mit Behelfsbrücke vorzunehmen. Die geplanten Arbeiten sollten dann von Sommer bis Spätherbst 2021 stattfinden. Wenn die exakten Kosten vorliegen, könnte man sich immer noch anders entscheiden, wenn diese exorbitant hoch werden würden. „Wenn wir dann gegen die Behelfsbrücke sind, müssten wir im schlimmsten Fall rund 3.000 Euro Strafzahlung hinnehmen. Das ist noch überschaubar“, meinte Gründl abschließend. ejs

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