Gefaltete Falter

Kreative Sommerferien im Franz Marc Museum

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Auch in diesem Sommer wird im Franz Marc Museum wieder viel gesprayt, gezeichnet und gemalt.

Kochel – Abstand und Hygienemaßnahmen schränken gewiss viele Lebensbereiche ein, doch der Kunst und deren Schöpfung tut Corona keinen Abbruch. Und so sind die Sommerferien im Franz Marc Museum so bunt und pinselreich wie sie es auch in den vergangenen Jahren stets waren. Am 28. Juli startet das Ferienprogramm des Museums mit Kursen und Workshops, bei denen die Teilnehmer immerzu eineinhalb Meter Abstand untereinander halten und einen Mund-Nase-Schutz bei sich tragen müssen. Doch der kreative Geist bleibt schrankenlos und darf Freiheiten genießen.

In Zeiten, in denen der Alltag Einschränkungen erfährt, scheint das Franz Marc Museum Kunstliebhabern und Kreativen ein wenig Freude ohne Grenzen verschaffen zu wollen. Und so wurden stolze 54 Workshops und Kurse für die Sommerferienzeit zusammengestellt, die vielleicht hinsichtlich der Teilnehmerzahl begrenzt sind, jedoch nicht hinsichtlich der Kreativität. Und so wird mit Karton und Kisten, Filz und Farben, Gips und Gold gearbeitet, um Collagen, Selbstporträts oder auch Skulpturen zu fertigen. Die Vielfalt an Angeboten, die von Silke Lühr, Barbara Jungwirth, Dorothea Dattenberger und Michael Sterna geleitet werden, ist immens. 

Wer glaubt, mit Pinsel, Farbe und Papier sei es da getan, der irrt gewaltig. An einem Tag können Kreative ihr Ebenbild aus dem Spiegel für immer festhalten, dank Karton und Kleidung. An einem anderen Tag werden Tiermodelle geformt oder Schmetterlinge gefaltet, Blumen gepresst und Blätter vergoldet. Bei den Aktivitäten werden aber nicht nur Hände mit Glitzer und Farbe bedeckt, auch die Kleidung ist vor Klecksen und Flecken nicht sicher, etwa, wenn beim Actionpainting Rot, Grün und Blau in Luftballons auf Leinwände geworfen werden oder mit Gips und Ton hantiert wird, um aufregende Reliefbilder zu schaffen. 

Die Kurse und Workshops richten sich vor allem an Kinder, die meisten Angebote eignen sich für Buben und Mädchen im Kindergarten- und Grundschulalter, wobei nach oben hin keine Grenzen gesetzt werden. Begrenzt sind jedoch die Teilnehmerzahlen. Einige Workshops sind schon ausgebucht und zeigen, was bei großen und kleinen Künstlern derzeit besonders angesagt ist. So scheint man etwa gerne mit Farbe um sich zu schmeißen und keine Angst vor Flecken zu haben, denn zwei der drei Workshops mit dem Titel „Actionpainting auf großer Leinwand“ mit Michael Sterna sind bereits ausgebucht. Und auch der Trend zum Upcycling spiegelt sich in den bereits ausgebuchten Angeboten wieder. Darunter der Kurs „Mein Stuhl“,ebenfalls mit Sterna, der auch schon voll besetzt ist. In vier Stunden werden dabei aus ausrangierten Stühlen individuelle und herrschaftliche Throne geschaffen. Binnen gerade einmal zwei Stunden werden bei dem ebenso heißbegehrten Kurs „Weltraumschrott“ aus Elektrogeräten und Styropor „verrückte Sachen“ hergestellt, wie es in der Angebotsbeschreibung verheißungsvoll lautet. Fernab der vergriffenen Plätze sind in einem Großteil der Angebote noch reichlich Kapazitäten frei, sodass Kinder wie auch Erwachsene in der Sommerzeit auf ihre kreativen Kosten kommen sollten. Für Letztere dürften nämlich auch einige Kurse interessant sein, etwa ein Workshop zur filigranen Hinterglasmalerei oder wenn es bei „Wenn die Sonnenblumen blühen“ darum geht, den van Gogh in sich zu wecken und zu entdecken. Darüber hinaus finden sich auch Kurse im Programm, die konkret Bezug nehmen zu im Museum ausgestellten Werken. Bei „Modische Holzpuppe in der Vitrine“ oder „Hammer, Nägel...Anselm Kiefer...autsch!“ spielt die aktuelle Ausstellung „Anselm Kiefer. Opus magnum“ eine wichtige Rolle, bei „Wer guckt denn da“ oder „Kandinsky in 3D“ werden Werke der Künstler des Blauen Reiters zur schier unerschöpflichen Inspirationsquelle. 

Wer aus der Inspirationsquelle schöpfen möchte oder bei einem der anderen Kurse dabei sein will, der kann sich nur über den Isar-Loisacher­-Ferienpass anmelden. Sollten zwei Tage vor Kursbeginn noch Plätze verfügbar sein, so kann eine Buchung auch direkt über das Museum unter Tel: 08851/924480 oder per E-Mail an info@franz-marc-museum.de erfolgen. Detaillierte Informationen zum Programm und zu den Hygienemaßnahmen finden sich unter www.franz-marc-museum.de. ra

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