Fassungslos vor Flammen

Nach dem Brand im Vereinsheim hoffen die Maxkroner Fußballer auf Spenden

+
Ruß und Trümmer: Florian Guski (rechts), Vorsitzender der SpVgg Maxkron, und Torwart Manuel Conte in der völlig zerstörten Heimkabine.

Penzberg – Am vergangenen Montag machten sich Fußballer der SpVgg Maxkron auf zu ihrem Sportplatz, nachdem sie erfahren hatten, dass das Vereinsheim dort lichterloh brennt. Auf der Anlage angekommen, konnten die Sportler aber nur zusehen, wie die Einsatzkräfte der Feuerwehr mit den Flammen kämpften.

 Ohne Fassung, ohne Regung beobachtete er, wie das Feuer die monatelange Arbeit zunichte machte: Florian Guski, der Vorsitzende der SpVgg, machte sich sofort auf den Weg, als er von dem Brand erfuhr, doch am Ort des Geschehens konnte er nichts tun. „Das war das Schlimmste“, erinnert sich Guski, als er ein paar Tage nach dem Inferno gemeinsam mit Torwart Manuel Conte noch einmal auf dem Rasen vor dem zerstörten Vereinsheim steht. Durch das Gras ziehen sich die Reifenspuren der Einsatzfahzeuge wie tiefe Furchen. Gerade erst sei das Grün frisch aufgesät worden, da die Bambini dort mit dem Training beginnen wollten, meint Guski und trottet zur Kabine der Heimmannschaft. Dort wo sich 50 Jahre lang Sporttaschen türmten und sich der Geruch von Erde und Schweiß breit machte, stapeln sich nun Trümmer. Der beißende Geruch von verkokeltem Holz steigt in die Nase. Auf dem Boden versickert langsam eine Wasserlache. 

Nicht allein das Feuer, das vermutlich durch einen technischen Defekt hervorgerufen wurde, auch das Löschwasser zerstörte viel von dem, woran die Fußballer monatelang gearbeitet hatten. Im Rahmen einer Sanierung vergrößerten sie die Bar, setzten Fenster ein, verkleideten oder strichen Wände. „Wir waren fast fertig“, meint Manuel Conte. Nun sind die Wände mit Wasser vollgesogen und die braunen Holzlatten tiefschwarz. Die Stunden, welche die Fußballer, unter ihnen Schreiner, Zimmerer und Elektriker, in die Sanierung hineingesteckt haben, lassen sich kaum beziffern. Der finanzielle Aufwand aber schon: Rund 4.000 Euro habe der Verein investiert, so viel werde nun vermutlich allein die Sperrmüllentsorgung kosten, fürchtet Guski. Viel Geld für den Verein, der zwölf Mal im Jahr seine Fußballer zur Papiersammlung schickt, um die Finanzen aufzupolstern. Nun hofft Guski, dass ein Neubau so schnell wie möglich errichtet werden kann, zumindest der Rohbau, sodass im Winter der Innenausbau erfolgen kann. 

Einen Trost gibt es immerhin: Bürgermeisterin Elke Zehetner versicherte, dass die Stadt den Verein nicht alleine lasse. „Wir werden ihn beim Wiederaufbau anständig unterstützen“, sagte sie. ra

Wer die Maxkroner Fußballer beim Wiederaufbau ihres Sportheims finanziell unterstützen möchte, kann dies über folgendes Spendenkonto tun: VR-Bank Werdenfels, BIC: GENODEF1GAP, IBAN: DE 79 7039 0000 0102 5221 10 .

Auch interessant

Meistgelesen

Abwasser und Hochwasser: Habach wird zur Kasse gebeten
Abwasser und Hochwasser: Habach wird zur Kasse gebeten
„Penzberg Miteinander“: Stadtrat Markus Bocksberger gründet eigene Liste
„Penzberg Miteinander“: Stadtrat Markus Bocksberger gründet eigene Liste
Rund 1.600 Teilnehmer lassen sich im Dauerregen den Spaß am Festzug nicht nehmen
Rund 1.600 Teilnehmer lassen sich im Dauerregen den Spaß am Festzug nicht nehmen
Fuchs springt durchs Badfenster: Ein tierischer Einsatz für die Penzberger Polizei
Fuchs springt durchs Badfenster: Ein tierischer Einsatz für die Penzberger Polizei

Kommentare