Vorreiter im Landkreis

Feuerwehr Iffeldorf wird digital alarmiert

Das Bild zeigt drei Personen der Iffeldorfer Feuerwehr.
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Übergabe: (v.l.) Zweiter Kommandant Markus Bauer, Gewinner Wolfgang Liegl und Firmenvertreter Maximilian Ditmer.

Iffeldorf – Die Feuerwehr Iffeldorf ist in den Genuss der neuen digitalen Alarmierung gekommen. Noch vor der offiziellen Einführung im Landkreis Weilheim-Schongau. Möglich macht das ein besonderer Umstand.

Es war ein feierlicher Moment im Iffeldorfer Feuerwehrhaus: Maximilian Ditmer von der Firma Abel & Käufl aus Landshut übergab den freiwilligen Helfern drei neue Tetra-Pager des Herstellers Motorola. „Noch vor der offiziellen Auslieferung“, wie Pressesprecher Maximilian Scheuerer mitteilt. Seit Jahren wird im Oberland über die Einführung der digitalen Alarmierung geredet, das Vorhaben hatte sich jedoch aus technischen und organisatorischen Gründen immer wieder verzögert. Die Alarmgeräte sorgen in Zukunft für „eine optimierte Alarmierung“ über das neue digitale Funknetz, teilt die Wehr stolz mit. Das Netz wurde vor einigen Jahren zur Einführung des Digitalfunks aufgebaut. Für dessen schnellere Umsetzung hatte damals der Bedarf wegen des G7-Gipfels in Elmau geführt. Bisher ist das System noch im Pilotbetrieb. Ab Februar 2021 soll es aber in den ersten Leitstellenbereichen so weit sein, so Sprecher Scheuerer. Die Leitstelle Oberland in Weilheim sei bereits dafür ertüchtigt.

Probebetrieb überzeugte

Bereits 2018 fand ein flächendeckender Probebetrieb der Geräte im Oberland statt. Er überzeugte die Verantwortlichen in jeder Hinsicht. „Probleme, die angemerkt wurden, seien ausgebessert und „ein Wirkbetrieb“ somit möglich, zitiert die Iffeldorfer Wehr Firmenvertreter Ditmer. Es werde zwar noch schrittweise Optimierungen in den nächsten Jahren geben, doch davon werde der Nutzer nichts merken – Updates würden nach der ersten Konfiguration während des Betriebs aufgespielt, ohne dass der Pager an ein Programmiergerät angeschlossen werden müsse.

Gewinnspiel in Weiden

Die Pager bringen einige Vorteile im Vergleich zu den bisherigen analogen Piepsern mit, heißt es in einer Mitteilung: Unter anderem gibt der neue Melder an, wenn er kein Netz hat. Somit weiß der Feuerwehraktive sofort, wenn sein aktueller Standort nicht optimal ist. Des Weiteren wird bei einem Alarm nun das Alarmstichwort und ausgewählte Einsatzdetails auf dem Display angezeigt. Dass die Iffeldorfer Feuerwehr die Melder noch vor der ersten Auslieferung durch die bayernweite Ausschreibung erhält, hat einen besonderen Grund: Die Hilfsorganisation hat die Geräte nämlich bei einem Gewinnspiel gewonnen. Kamerad Wolfgang Liegl, der aus beruflichen Gründen auf einigen Fachmessen für Feuerwehr und Rettungsdienst unterwegs war, hatte das Gewinnspiel der Firma bei einer BRK-Ausstellung in Weiden entdeckt.

Hoffen auf enge Zusammenarbeit

In der Oberpfalz füllte Liegl einen Zettel aus und übernahm die symbolische Teilnahmegebühr von einem Euro. Er habe sich danach „nichts ahnend“ auf den Weg heim an die Osterseen gemacht, erzählte Liegl bei der jetzigen Übergabe – derweil just er als Gewinner gezogen wurde. Erst einige Wochen später erfuhr der Iffeldorfer von seinem Glück. Ebenfalls bei der Übergabe anwesend war stellvertretender Kommandant Markus Bauer. Er bedankte sich bei Liegl für das Ausfüllen des Gewinnspiels und bei Firmenvertreter Ditmer für das Ausrichten des Gewinnspiels und die extra Anreise nach Iffeldorf. Zum anderen hofft Bauer auf eine enge Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen im Umfeld der neuen Piepser-Generation.

Andreas Baar

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