Heizöl fließt in Säubach

Verrosteter Einfüllstutzen: Brennstoff gelangt über Drainage in Gewässer / Feuerwehr errichtet Ölsperren

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Um den Säubach von Heizöl zu befreien, errichtete eine Spezialeinheit der Penzberger Feuerwehr Ölsperren.

Penzberg – Heizöl bemerkte ein Passant am Dienstagnachmittag auf dem Säubach – und alarmierte umgehend die Feuerwehr, die am Ende den Schaden für die Umwelt eingrenzen konnte. 

Wie Christian Abt, der Kommandant der Feuerwehr Penzberg, mitteilte, ging die Alarmierung um 15.25 Uhr ein. Vor allem die Spezialisten der Umwelt- und Gefahrgutgruppe waren gefordert. Laut Abt wurden im Bereich Rothwiese sofort Ölsperren im Bach errichtet, zwischen Wellenbad/Nonnenwaldstadion und Krankenhaus waren es insgesamt fünf. Zudem verfolgten die Einsatzkräfte die Ölspur. Ausfindig gemacht werden konnte ein Anwesen, das am Vormittag eine Heizöllieferung erhalten hatte. Die Feuerwehr legte den Einfüllstutzen frei, um festzustellen, dass dieser in dem Bereich, in dem er unter der Erde verläuft, zum Teil korrodiert war. Dadurch konnte eine unbekannte Menge Öl beim Betankungsvorgang aus der Zuleitung zum Öltank austreten und über eine Drainage in den Säubach fließen. 

Um das Leck genauer zu lokalisieren, hatte die Feuerwehr an mehreren Gebäuden die Einfüllstutzen ausgegraben. Fachleute des Wasserwirtschaftsamts Weilheim waren ebenso mit im Einsatz wie Vertreter des Landratsamts und der Stadtwerke. Schließlich mussten die Rohre und Drainagen bis zum Säubach gespült werden. Auch im Bereich des Kanals wurden entsprechende Wartungsarbeiten durchgeführt. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizeiangaben auf mindestens 25.000 Euro. Die Feuerwehr war mit 30 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz, „darunter auch der neue Einsatzleitwagen, von dem aus der Einsatz mithilfe modernster Technik koordiniert und abgearbeitet werden konnte“, berichtete Abt. arr

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