Endlich mehr Platz

Feuerwehr in Kochel bekommt einen Anbau

+
Spatenstich für den Anbau: Planer und Ingenieure geben mit Bürgermeister Thomas Holz (4. von links) und Kommandant Hubert Resenberger (3. von rechts) den Startschuss für den Anbau ans Feuerwehrgerätehaus.

Kochel – Was ursprünglich lediglich ein Anbau an ein besehendes Gebäude werden sollte, hat sich zu einem größeren Unterfangen entwickelt. Eigentlich sollten sich zwei Fahrzeughallen zum Gerätehaus der Kochler Feuerwehr gesellen, nun wird die ganze Sache etwas umfangreicher.

Neben dem Anbau stehen jetzt auch Erhaltungsmaßnahmen an, denn „im Zuge der Vorplanungen haben wir uns zusammen mit den Fachplanern natürlich auch das knapp 35 Jahre alte Bestandsgebäude angesehen und festgestellt, dass hier in vielen Bereichen erheblicher Sanierungsbedarf besteht“, erklärt Bürgermeister Thomas Holz. Und der Gemeinderat hat sich kürzlich dazu entschlossen, die Sanierung und den Anbau in einem Aufwasch zu vollziehen. 

Im Rahmen der Sanierung sollen neben umfangreichen Brandschutzmaßnahmen auch neue elektrische Hallentore eingebaut werden. Fenster und Türen, Holzpodeste und Balkone müssen instandgesetzt werden, defekte Abwasserleitungen bedürfen einer Sanierung. Komplett neu soll dagegen die Heizungsanlage sein, mit Blick auf die Energieeffizienz. Und: Die Haustechnik und Elek­trik muss in vielen Bereichen ausgetauscht werden. 

Was den Anbau anbelangt: Er soll mehr Platz schaffen, für eines der neuen Einsatzleitfahrzeuge der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung der Kreisbrandinspektion Bad Tölz-Wolfratshausen, das bei der Stützpunkt-Feuerwehr Kochel für den gesamten südlichen Landkreis geparkt werden soll. Doch nicht allein die Neuanschaffung braucht Raum, auch der Altbestand, da die bestehende Fahrzeughalle aus allen Nähten platzt. „Wir haben nicht mehr viel Platz, um uns umzuziehen“, berichtet Kommandant Hubert Resenberger. „Die Fahrzeuge stehen inzwischen schon sehr eng aneinander, auch weil beispielsweise das Katastrophenschutzboot wesentlich größer geworden ist als dessen Vorgänger.“ Beengte Verhältnisse, welche die Gemeinde ausdehnen will, mit gleich zwei Fahrzeughallen. 

„Ich sehe das auch als eine sehr gute Gelegenheit, die Arbeitsbedingungen für unsere ehrenamtlichen Kräfte zukunftsweisend zu verbessern“, meint Holz. Die Kosten der Baumaßnahme, welche noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll, belaufen sich aller Voraussicht nach auf rund 1,5 Millionen Euro. ra

Auch interessant

Meistgelesen

Patrozinium und Trachtenjahrtag: Nantesbuch wird ein prächtiges Dorffest beschert
Patrozinium und Trachtenjahrtag: Nantesbuch wird ein prächtiges Dorffest beschert
Alkoholisierter Autofahrer tritt versehentlich auf die Bremse 
Alkoholisierter Autofahrer tritt versehentlich auf die Bremse 
Nichts Neues aus Nigeria: Father Gerald über ein Land ohne Fortschritt
Nichts Neues aus Nigeria: Father Gerald über ein Land ohne Fortschritt
Johannes Bauer berichtet über die Geschichte von Nantesbuch
Johannes Bauer berichtet über die Geschichte von Nantesbuch

Kommentare