Holz vor den Hütten

Angehende Bildhauer werten „Flake“ mit Kunst auf

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Konnten vor der Corona-Krise noch „Flake“ besuchen: Kochels Bürgeremister Thomas Holz, Fachlehrerin Susanna Bentele und die Schülerinnen Mira Darvas und Lucie Glandorf sowie Tourismus-Leiter Daniel Weickel (von links).

Walchensee – Holz bietet das Filmkulissendorf „Flake“ am Walchensee reichlich. Hier ein Hochstand aus Holz, dort Stelen aus selbigem Material und überall hölzerne Häuser. Doch nun soll Flake weiteres Holz vor den Hütten bekommen.

Die Gemeinde Kochel kooperiert dafür mit den Schulen für Holz und Gestaltung in Garmisch-Partenkirchen, um „Flake“ aufzuwerten, aber auch, um „angehenden Holzbildhauern eine spannende und herausfordernde Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten zu erproben und der Öffentlichkeit langfristig zur Schau zu stellen“, sagt Daniel Weickel, Tourismus-Leiter der Gemeinde Kochel. 

Künstler setzen sich für gewöhnlich nicht allein mit ihrem Werk, sondern auch mit der Umgebung auseinander, in der ihr Werk nach seiner Fertigstellung wirken soll. Und so besuchten die Holzbildhauer-Schülerinnen Mira Darvas und Lucie Glandorf gemeinsam mit ihrer Lehrerin Susanna Bentele sowie Bürgermeister Thomas Holz schon einmal die Hütten und das Gelände von „Flake“, das schon bald mit Skulpturen der Lehrlinge aus der ersten und zweiten Klasse bereichert werden soll. Mehrere tonnenschwere Eichenstämme lagern hierfür bereits in Kochel und sollen schon bald ins Wikingerdomizil kommen. Nach einem weiteren Besichtigungstermin der gesamten Gruppe, der wohl erst stattfinden kann, wenn sich die Corona-Lage entspannt hat, sollen die Stämme genauer begutachtet werden. Worauf sie sich da einlassen, wissen die Schüler genau, denn sie haben sich bereits theoretisch, mit Recherchen zu den Wikingern, ersten Skizzen und Planungen, als auch praktisch, in verschiedenen Kursen wie dem Arbeiten mit der Motorsäge, auf das Projekt am Walchensee vorbereitet. Geschnitzt und gewerkelt werden soll schließlich schon zwischen Anfang und Mitte Mai. Besucher des Filmkulissendorfs sollen dann die Möglichkeit haben, den Künstlern beim Arbeiten über die Schulter zu schauen. 

Und auch Bürgermeister Holz dürfte dann vorbeischauen wollen: „Wir sind sehr auf die Ergebnisse gespannt, denn Möglichkeiten gibt es genug. Ob neue Sitzgelegenheiten, Stelen mit Figuren aus der Mythologie oder dem Leben der Wikinger“. Auch würde sich der Rathauschef über einen neuen Totempfahl freuen, denn der alte sei „im letzten Jahr aus Sicherheitsgründen leider wegen des morschen Zustandes abgebaut“ worden. Und obgleich der Bürgermeister die Kunst im Filmkulissendorf kaum erwarten kann, so glaubt er, dass „das Highlight für alle aber bestimmt das Arbeiten direkt vor Ort im Dorf und am See sein wird.“ Ob die zeitliche Planung des Projekts angesichts der Corona-Pandemie eingehalten werden kann, wird sich noch zeigen. ra

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