Es geht weiter

Fortbestand der Georg-von-Vollmar-Akademie ist vorerst gesichert

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Freuen sich, dass es auf dem Aspenstein weitergeht: Carmen König-Rothemund und ihr Vize Florian Pronold.

Kochel – Es geht vorerst weiter mit der politischen Bildungsarbeit auf Schloss Aspenstein in Kochel: Die Georg-von-Vollmar-Akademie setzt ihre Arbeit fort.

Der Vorstand der Bildungsstätte folgte einer entsprechenden Empfehlung der Vorsitzenden Carmen König-Rothemund. Auch die Bayern-SPD, die auf ihrem Landesparteitag Anfang des Jahres die Erarbeitung eines Bildungskonzeptes zum Erhalt der SPD-nahen Bildungsstätte beauftragte, begrüßt diese Entscheidung. 

Seit über 70 Jahren steht der Aspenstein für das kraftvolle Bekenntnis zur Demokratie, vor 51 Jahren wurde aus der einstigen Parteischule die Georg-­von-Vollmar-Akademie. Im vergangenen Herbst kam dann die Hiobsbotschaft: Aufgrund fehlender Fördergelder in sechsstelliger Höhe schien zunächst eine Schließung unabwendbar. Es folgte ein Aufschrei, in SPD-Kreisen wie im Rathaus, denn die malerisch gelegene Bildungseinrichtung lockt politisch Interessierte aus ganz Deutschland nach Kochel. Schnell kam Bewegung in den Prozess, der SPD-Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen stellte auf dem Landesparteitag der Bayern-SPD einen Antrag zum Erhalt der Akademie. Um die weggefallenen Fördergelder zu ersetzen, wurde eine Rettungsak­tion gestartet. „Wenn sich 3.000 Menschen fänden, die sich als Fördermitglieder zu einer jährlichen Zahlung von 100 Euro bereit erklären, dann wäre unsere Bildungsstätte am Aspenstein bereits gerettet“, teilte die Akademie mit. Der Jahresbeitrag sollte dabei erst eingezogen werden, wenn die erforderlichen 300.000 Euro bis Ende Juni sichergestellt seien.

„Die politische Bildungseinrichtung ist fürs Erste gesichert“, heißt es nun von Seiten der Akademie. Zwar kam bislang nur die Hälfte des erforderlichen Betrages zusammen, aber der 16-köpfige Vorstand ist laut seiner Vorsitzenden Carmen König-Rothemund „guten Mutes“ und sieht in den bislang generierten jährlichen 150.000 Euro die Grundvoraussetzung gegeben, weiter für eine langfristige Finanzierung zu werben. „Wir riskieren es, wir machen weiter“, habe der Tenor gelautet, berichtet König-Rothemund. Sie selbst könne jetzt „vorläufig mal Luft holen und durchatmen“. Der Seminarbetrieb auf dem Aspenstein läuft nun in vollem Umfang weiter, auch die Mitarbeiter können alle weiterbeschäftigt werden. Auch wenn eine Schließung vorerst abgewendet wurde, gerettet ist die Akademie noch nicht. „Es ist sehr knapp“, betont König-Rothe­mund, weshalb man weiterhin neue Mitglieder anwerben müsse. Dabei setzt man auf Menschen, denen politische Bildung jährlich 100 Euro wert ist. Die Fehlsumme nur über Spenden zu akquirieren sei hingegen nicht gangbar. „Da werde ich ja wahnsinnig, wenn wir das jedes Jahr auf‘s Neue machen müssen“, erklärt die Juristin. 

Die Bayern-SPD begrüßt die Entscheidung zur Weiterführung der Akademie. „Die politische Bildung hat weiter ihren Platz in Kochel. Darüber bin ich sehr froh und erleichtert“, sagt Landeschefin Natascha Kohnen.la

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