Hilfe ist unterwegs

Freiwilliger Einsatz: Iffeldorfer Feuerwehr fährt Material in Erdbebengebiet nach Kroatien

Vier Männer mit Masken stehen vor einem Feuerwehrauto
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Kommandant Matthias Ort (l.), Wolfgang Liegl, Jens Köcke und Bürgermeister Hans Lang vor einem Feuerwehrauto.

Iffeldorf - Die Iffeldorfer Feuerwehr schloss sich einem 22 Fahrzeuge starken Konvoi Richtung Erdbebengebiet in Kroatien an. Sie bringen Material in Form von Schutzkleidung, Leitern und Beleuchtungskörpern in die Stadt Sisak.

Unermüdliche ehrenamtliche Helfer machen vielen Hilfsorganisationen ihre Arbeit erst möglich. So auch bei der Feuerwehr Iffeldorf: Diese schickte ihr Fahrzeug WM-FI 561 mit Wolfgang Liegl und Jens Köcke im Führerhaus auf eine 629 Kilometer lange Reise. Es geht zum Hilfseinsatz in das Erdbebengebiet in Kroatien.

Kroatische Brandwachen zerstört

Dort hatte am 29. Dezember in der Region Zagreb die Erde gebebt. Häuser stürzten ein und begruben Menschen unter sich, etliche Tote waren zu beklagen. Die örtlichen Feuerwehren können ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen, da die Brandwachen komplett zerstört worden sind. So entschloss sich der bayerischen Landesfeuerwehrverband dazu, Hilfe zu leisten. Nach Rücksprache mit den kroatischen Organisationen stellte sich heraus, dass vor allem Schutzkleidung, Leitern und Beleuchtungskörper mit den passenden Aggregaten fehlen, damit ein Einsatz wieder in vollem Umfang möglich ist.

Überwältigende Materialspende

Dem Aufruf des Verbands an alle bayerischen Wehren nach Materialspenden – auch solchen Gerätschaften, die hierzulande bereits ausgesondert sind – folgte eine überwältigende Resonanz. Rund 300 Feuerwehren sammelten circa 15.000 Einzelteile und lieferten sie nach Hersbruck für Nordbayern und Rosenheim für Südbayern. Insgesamt 22 Fahrzeuge starteten am vergangenen Montag in einem Konvoi zur Fahrt in die Stadt Sisak – darunter auch das der Feuerwehr Iffeldorf.

Unterwegs gen Süden

Die Aktiven Wolfgang Liegl und Jens Köcke hatten sich für die Fahrt bereit erklärt. Das Duo startete mit den besten Wünschen von Kommandant Matthias Ort, Bürgermeister Hans Lang und einigen Angehörigen in Richtung Kroatien. Mit an Bord sind auch diverse Materialien aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Die Corona-Lage macht die Aktion nicht gerade einfacher, da Kroatien als Risikogebiet gilt. Ein verschärftes Hygienekonzept ist umzusetzen und vor der Abfahrt und beim Heimkommen auf deutsches Gebiet sind natürlich Tests zu absolvieren. Friederike Wolfermann

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