Unterschiedliche Interpretation

BfP freut sich: Am Campingplatz muss man künftig nicht Dauerpächter sein

Penzberg - Ein Jahr ist es her, dass die BfP forderten, auf dem Campingplatz unterhalb von Gut Hub künftig nicht nur Dauercamper zuzulassen und auf dort freien Zugang für Badegäste zu realisieren. Weil seither viel Zeit vergangen ist, mussten sich die BfP mit einem Teilerfolg zufrieden geben.

Mit breiter Mehrheit stimmte der Stadtrat dafür, fünf frei gewordene Plätze auf dem Areal künftig an so genannte Wechselcamper zu vermieten. Darüber hinaus sollen frei werdende Schollen auch künftig an Dauercamper verpachtet werden. Jene Flecken, die künftig für eine begrenzte Zeit angemietet werden können, werden nun von der Stadtverwaltung mit eigenen Stromanschlüssen versorgt, um eine individuelle Abrechnung der Verbrauchskosten zu ermöglichen. Darüber hinaus prüft man im Rathaus, wie das Check-in der Wechselcamper am besten und kostengünstigsten zu erfolgen hat. Dabei steht die Stadt vor dem Problem, dass die Schlüsselsituation auf dem Campingplatz bereits jetzt „unübersichtlich“ ist, wie es aus dem Rathaus heißt. Der Stadtrat entschloss sich deshalb, 4.600 Euro für eine elektronische Schließanlage auszugeben, da hierbei die Schlüsselkarten für die Wechselcamper für bestimmte Zeiträume programmiert werden können.

Darüber hinaus hatten die BfP im späten Juni 2017 gefordert, dass künftig für jeden Badegast vom Campingplatz aus ein Zugang zum Huber See geschaffen werden soll. Dies hat sich aber zwischenzeitlich als nicht realisierbar erwiesen, da der hierfür von den BfP ins Auge gefasste Standort auf erheblichen Widerstand des Naturschutzes gestoßen ist. Aus diesem Grund soll nun auf der gegenüber liegenden Seite des Sees der Badebereich ausgeweitet werden.

Dagegen votierten am Ende nur die Fraktion der Freien Lokalpolitik (FLP) und Klaus Adler (Grüne). Der FLP-Vorsitzende Michael Kühberger begründete das Veto seiner Fraktion wie folgt: „Wir finden den Aufwand, der für die Wechselcamper betrieben werden muss, für zu groß.“ Grünen-Urgestein Klaus Adler fasste sich da ungleich kürzer, als er lapidar feststellte: „Ich mag keine Camper.“ la

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