Für Mensch und Natur

Marcel Huber ist der neue Vorstandsvorsitzende der Freunde und Förderer des ZUK

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Stehen an der Spitze der Freunde und Förderer des ZUK: Schriftführer Pater Reinhard Gesing, Schatzmeister Albrecht Schleich, Vorstandsvorsitzender Marcel Huber, sein Stellvertreter Michael Schneider, Ehrenvorsitzender Hans Zehetmair und Heinz Fischer-Heidlberger als beratendes Mitglied (von links).

Benediktbeuern – Tiermediziner, Umweltminister, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und nun Vorstandsvorsitzender eines außergewöhnlichen Vereins: Marcel Huber ist der neue Chef der Freunde und Förderer des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK). 

Es war eine Versammlung, bei der große Harmonie herrschte. Denn einig waren sich alle anwesenden Mitglieder des Vereins darüber, welchen bemerkenswerten Einsatz die Mitarbeiter, aber auch die Freunde und Förderer des ZUK leisten. Einig waren sie sich aber auch darüber, wer künftig die Spitze des Vereins bilden soll: Marcel Huber. Einstimmig wurde der 61-Jährige zum Vorstandvorrsitzenden gewählt. Eine Wahl, die vor allem einen lächeln lassen durfte: den ehemaligen Vorsitzenden Georg Fahrenschon, er, der neun Jahre den leitenden Posten inne hatte, war es, der Huber vorgeschlagen hatte. Doch Fahrenschon wurde nicht sang- und klanglos aus dem Vorstand verabschiedet: Sein Stellvertreter Michael Schneider und die übrigen Mitglieder würdigten ihn für sein langjähriges Engagement, seine kollegiale und offene Art und seinen Erfahrungsschatz, welchen er stets in die Arbeit des Fördervereins und auch des ZUK eingebracht hatte. 

Einen recht üppigen Erfahrungsschatz dürfte auch Marcel Huber mitbringen, schließlich war er nicht nur praktizierender Tierarzt, sondern auch elf Jahre lang Mitglied der Staatsregierung, unter anderem als Leiter der Staatskanzlei und – wie passend für seinen neuen Posten – als Umweltminister. 

Nach der Wahl gab ZUK-Rektor Pater Karl Geißinger den Freunden und Förderern einen bebilderten Überblick über die aktuellen Naturschutzprojekte und Umweltbildungsmaßnahmen. In den vergangenen Jahren seien die praxisorientierten Angebote im und um das Kloster von rund 16.000 Kindern und Jugendlichen genutzt worden, Angebote, „die wichtige Grundwerte für den Umgang mit Leben und Natur vermitteln wollen“, sagte Geißinger.

Eine große Zahl, der Geißinger sogleich eine weitere folgen ließ: Er dankte den Freunden und Förderern für ihre Unterstützung, allein im vergangenen Jahr hätten sie Zuschüsse in Höhe von insgesamt 106.000 Euro beigesteuert, unter anderem für Umweltbildungsprojekte für junge Menschen wie „Draußen Schule“, „Gelebte Schöpfungsverantwortung“ und „Lernort Natur“. Außerdem wurde in die Räumlichkeiten investiert, Gästezimmer mussten saniert und die Brandmeldeanlage im Maierhof modernisiert werden. 

Zum Abschluss ergriff der frisch gekürte Vorsitzende das Wort. Marcel Huber würdigte die Arbeit der ZUK-Mitarbeiter, deren Motivation „Jahrzehnte überdauert und die selbstlos im Interesse der Natur und der Menschen agieren“. Gleichermaßen beeindruckt war er aber auch vom Engagement der Freunde und Förderer, das nicht allein in Höhe der Spenden­summe zum Ausdruck käme. 

Engagement, „das in einem einzigartigen Geist begründet ist, der in Benediktbeuern den Umweltgedanken mit Wertorientierung verbindet“, so Huber, der sich über seine neu gewonnene Verantwortung freute: „Ich werde mich mit voller Kraft dafür einsetzen, dass die beispielhafte Pionierarbeit, die hier in Benediktbeuern für Umwelt und Natur geleistet wird, noch mehr öffentliche Anerkennung und Unterstützung findet.“ ra

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